Deutscher Kult-Shot von Vorarlberger Getränkehersteller gerettet

Weil sich die Gesellschafter des Functional-Drink-Herstellers nicht einigen konnten, meldete die Firma Insolvenz an. Nun hat ein Vorarlberger Getränkehersteller die Firma übernommen.
Rankweil, Reichenschwand Der Rankweiler Fruchtsafthersteller Rauch übernimmt die deutsche Functional-Drinks-Marke Kloster Kitchen. Rauch möchte mit dieser Transaktion seine Position im wachstumsstarken Markt für funktionale Getränke stärken. Darüber hinaus sichert Rauch gleichzeitig Marke, Standort und Arbeitsplätze der deutschen Kultmarke, die im April 2026 in die Insolvenz schlitterte. Nicht etwa, weil Kloster Kitchen bei den Kunden nicht angekommen wäre. Im Gegenteil: Der Functional Drink, der in zahlreichen Varianten gefertigt wird, ist äußerst beliebt und steht seit Jahren auch im österreichischen Handel im Regal. Doch die Curameo AG, Mutterunternehmen der Bio-Marke Kloster Kitchen, musste Insolvenz anmelden, weil die Gesellschafter unterschiedliche Vorstellungen über die weitere Finanzierung hatten.

“Kloster Kitchen ist eine starke Marke, die perfekt zu unserer strategischen Ausrichtung passt. Die Kombination aus funktionalen Premium-Produkten mit hoher Markenbekanntheit und unserer internationalen Stärke in Produktion, Vertrieb und Marketing schafft beste Voraussetzungen, um die Marke weiterzuentwickeln und international zu wachsen”, sagt Rauch-Geschäftsführer Daniel Wüstner. Kloster Kitchen ist der Pionier im Bereich der Bio-Ingwer-Shots im DACH-Raum und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Das Unternehmen gründete Mario Fürst nach dem Genuss “eines Ingwer-Shots auf einem österreichischen Bauernmarkt”.
Nachhaltige Zukunftslösung
Der Standort Reichenschwand im Nürnberger Land und 29 Arbeitsplätze sollen laut Rauch erhalten bleiben. Zwar konnten sich nach einer Phase starken Wachstums die Gesellschafter nicht über die weitere Finanzierung einigen, im anschließenden Insolvenzverfahren ist es jedoch gelungen, die nachhaltige Zukunftslösung mit dem Rankweiler Getränkehersteller umzusetzen. Kloster Kitchen könne seine erfolgreiche Entwicklung unter dem Dach der Rauch-Gruppe somit fortsetzen, heißt es seitens des Unternehmens. Gründer Mario Fürst soll Kloster Kitchen während der Integrationsphase beratend begleiten.

Neben der starken Markenpositionierung eröffne laut Rauch die Übernahme zusätzliche Chancen für die Weiterentwicklung von Kloster Kitchen. Die Akquisition stärke das Innovationsportfolio von Rauch im wachstumsstarken Segment funktionaler Getränke.