Von Dachzelt bis Seilwinde: horntools ist mit Outdoor-Abenteuern auf Wachstumskurs

Markt / 03.07.2026 • 14:01 Uhr
Von Dachzelt bis Seilwinde: horntools ist mit Outdoor-Abenteuern auf Wachstumskurs
Die Geschäftsführer und Eigentümer Tim Wardenski und Julian Dörr.Roland Paulitsch

Dornbirner Unternehmen hat den Umsatz in den vergangenen Jahren verdoppelt.

Dornbirn Jeder hat seine eigene Definition von Abenteuer. Für die einen bedeutet es, ans Nordkap zu fahren, für die anderen, ein paar entspannte Tage an einem See zu verbringen. Für all diese individuellen Reisen bietet das Dornbirner Unternehmen horntools das passende Equipment. Rund 450 Produkte umfasst das Sortiment.

Von Dachzelt bis Seilwinde: horntools ist mit Outdoor-Abenteuern auf Wachstumskurs
horntools ist Anbieter von Dachzelten, Seilwinden, Dachträgern und weiterem Spezialzubehör.Roland Paulitsch

Das Hauptquartier des Offroad- und Campingequipment-Anbieters befindet sich in Dornbirn-Wallenmahd. Dort sind auf 3000 Quadratmetern Lager, Büros sowie ein eigener Shop mit Ausstellungsfläche untergebracht. Bald kommt die Fläche nebenan hinzu. “Wir brauchen Platz”, sagen die Geschäftsführer und Eigentümer Tim Wardenski und Julian Dörr.

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Das Hauptquartier des 1994 gegründeten Unternehmens befindet sich in Dornbirn-Wallenmahd.Roland Paulitsch

Starkes Wachstum

Der Grund ist das starke Wachstum: “Das letzte Geschäftsjahr haben wir mit einem Plus von 40 Prozent abgeschlossen. Seit 2023 haben wir den Umsatz verdoppelt, im kommenden Jahr werden wir ihn verdreifacht haben.”

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Julian Dörr (r.) und Tim Wardenski übernahmen horntools im Jahr 2023 vom damaligen Inhaber.Roland Paulitsch

horntools bietet Produkte in vier Segmenten an: Camping mit Dachzelten, Markisen und Zubehör, Seilwinden – jenem Bereich, mit dem das 1994 gegründete Unternehmen einst gestartet ist –, Dachträger sowie Offroad-Equipment wie Seile, Bergebretter oder Kompressoren. Entsprechend vielfältig ist auch die Kundschaft: Sie reicht von Privatpersonen über Förster und Behörden bis hin zu Polizei, Militär und Katastrophenschutz.

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Das Dachzelt ist in weniger als drei Minuten aufgebaut, verspricht Julian Dörr.Roland Paulitsch

Nachfolger gesucht

Dörr und Wardenski übernahmen horntools 2023 vom damaligen Inhaber. “Wir hatten bereits ein Startup gegründet und verkauft und waren auf der Suche nach einem Unternehmen zur Nachfolge.” In Dornbirn wurden die beiden Deutschen schließlich fündig. “Das große Potenzial der Marke und der Produkte hat uns überzeugt. Wir haben dann schrittweise begonnen, das Unternehmen zu verjüngen und zu internationalisieren.” Seither seien zwei Drittel der Produkte überarbeitet und eine neue Seilwinden-Serie auf den Markt gebracht worden.

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Ein zentrales Merkmal des Unternehmens sei, dass die Produkte im eigenen Haus entwickelt werden.Roland Paulitsch

Schub durch Corona

Corona habe der Outdoor-Branche einen enormen Schub verliehen, sagen die Geschäftsführer. “Und der Markt wächst stetig weiter.” Dachzelte machen mittlerweile rund ein Drittel des Umsatzes aus. “Man braucht kein zusätzliches Fahrzeug, und auch preislich ist es attraktiv.” Aber auch Seilwinden stehen für rund ein Viertel des Umsatzes.

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Dachzelte machen inzwischen rund ein Drittel des Umsatzes aus, Seilwinden rund ein Viertel.Roland Paulitsch

Mehr als 20 Mitarbeiter arbeiten derzeit bei horntools. “Wir haben einen Startup-Spirit, weil bei uns täglich Neues entsteht. Das macht uns unglaublich viel Spaß, und wir sind auch stolz darauf, dass jedes Produkt inhouse entwickelt wird. In dieser Firma steckt noch enorm viel Potenzial. Es spricht also wenig dagegen, dass es so positiv weitergeht.”

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horntools bietet rund 450 Produkte an, die über den Onlineshop, rund 200 Händler sowie eigene Shops vertrieben werden.Roland Paulitsch

Verkauft wird derzeit in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Neue Märkte sind Italien, die Benelux-Länder und Großbritannien. “Wir sind also nicht nur bei den Produkten und Kundengruppen, sondern auch bei den Absatzmärkten stark diversifiziert”, betonen die Eigentümer. Ähnlich breit aufgestellt sei man auch bei den Vertriebskanälen: 60 bis 70 Prozent des Umsatzes laufen über den Onlineshop, der Rest über Händler und die neun eigenen Shops in Österreich, Deutschland und den Niederlanden. “Wenn man für ein Dachzelt 2000 bis 3000 Euro ausgibt, will man es meist auch sehen und ausprobieren.”

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Mit Seilwinden startete das Unternehmen einst. Sie sind nach wie vor ein großer Umsatzbringer.Roland Paulitsch

Keine Saisonabhängigkeit

Gerade diese Diversifikation mache das Geschäft im Vergleich zu klassischen Campingausrüstern auch weniger saisonabhängig. Seilwinden und Dachträger würden nicht nur im Sommer nachgefragt, und viele nutzten den Winter, um ihr Offroad-Fahrzeug umzubauen. Das Wichtigste bei allen Produkten seien, darin sind sich die Geschäftsführer einig, Praxistauglichkeit, Qualität und Funktionalität. “Wer mit seinem Fahrzeug quer durch Südamerika fährt, muss sich darauf verlassen können.”