Auftragsbücher voll: Dornbirner Hightech-Firma sucht dringend Mitarbeiter

Dornbirner Unternehmen, das Hard- und Software für Kunden entwickelt und produziert, wächst trotz schwieriger Zeiten und mit Fokus auf Regionalität.
Dornbirn Seit dem Jahr 1989 entwickelt und fertigt das Dornbirner Unternehmen Graf Elektronik geprüfte Elektronik-Baugruppen sowie -Geräte und bietet umfassende Dienstleistungen für Industrieunternehmen – vornehmlich und vorzugsweise aus der Region. “Unsere Kunden sind zum größten Teil in einem Umkreis von 200 Kilometer beheimatet”, erklärt dazu der geschäftsführende Gesellschafter Helmut Feuerstein. Und das Unternehmen kann sich trotz der allgemein schwierigen Wirtschaftslage vor Arbeit kaum retten. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Das war auch in den vergangenen Jahren so. Deshalb erweiterte das Unternehmen auch das Firmengebäude, das Anfang 2024 seiner Bestimmung übergeben wurde.

Das Gebäude wurde seit dem Bau des ersten Gebäudeteils 1996 im Jahr 2023 bereits zum vierten Mal erweitert – immer mit Baumschlager Eberle Architekten und grosso modo mit den bewährten Vorarlberger Handwerkern, wie Geschäftsführer Feuerstein betont. Für weiteres Wachstum ist vorgesorgt: Eine Ebene im neuen Gebäude stehe derzeit noch leer für die Erweiterung der Produktion. In die Erweiterung, die 2024 bezogen wurde, wurde inklusive des neuen Hightech-Maschinenparks ein zweistelliger Millionenbetrag investiert.
Strukturierte Nachfolgeplanung
Nun sucht Graf Elektronik dringend neue Mitarbeitende – Experten wie Quereinsteigende, so die Geschäftsführer Helmut Feuerstein, Andreas Lercher und Christian Söllner. Lercher und Söllner sind seit Oktober 2025 in der Geschäftsführung. “Mit dieser Erweiterung stärken wir unsere strukturierte Nachfolgeplanung, sichern Kontinuität in der Unternehmensführung und schaffen zugleich die Voraussetzungen, um technologische Weiterentwicklungen, Innovationen sowie wachsende Marktanforderungen nachhaltig und erfolgreich umzusetzen.” Lercher und Söllner kennen das Unternehmen und die Kundschaft aus dem Effeff – beide arbeiten schon seit über zwanzig Jahren bei Graf Elektronik.

“Alle großen Vorarlberger Firmen sind unsere Kunden”, freut sich Feuerstein, dass diese bei ihren Aufträgen auf Graf Elektronik vertrauen. Dafür tue man auch viel. “Wir können und müssen zuverlässige Bauteile liefern. Teilweise sind unsere Elektronikgruppen größten Belastungen, z. B. durch Wetter, ausgesetzt, da wäre ein Ausfall fatal”, erklärt Lercher den hohen Qualitätsanspruch: “Die Fehlerquote liegt bei uns im Promillebereich.” Das liege an der Firmenphilosophie und an den Mitarbeitern, so Feuerstein: “Wir sind stolz auf die Menschen, die bei Graf Elektronik arbeiten, das ist ein Megateam”, viele der derzeit 185 Mitarbeiter, 55 Prozent davon Frauen, sind schon seit vielen Jahren im Unternehmen. Ihr Know-how sei für den Erfolg essenziell – ergänzt durch einen laufend auf den neuesten Stand gebrachten Maschinenpark.
“Richtung Fullservice”
Die Wünsche der Kunden und damit auch die Produkte haben sich im Laufe der Jahre verändert. “Heute geht alles Richtung Fullservice”, erklärt Andreas Lercher, der im Haus und in der Geschäftsführung die Entwicklung vertritt. Das beginne bei der Entwicklung, gehe dann in die Produktion, werde nach der Prüfung endverpackt und schließlich auf Anforderung geliefert. Nicht nur dieses “Rundumpaket” sorge für zufriedene Kunden. Das zeige die Zusammenarbeit mit Firmen, die oft schon Jahrzehnte dauere, so Feuerstein, “wir wachsen sozusagen gemeinsam. Das freut mich immer wieder.” Freuen wird man sich bei Graf Elektronik auch über einen Umsatz zwischen 46 und 48 Millionen Euro, der in diesem Geschäftsjahr erwartet wird – weniger als 2023, als er rund 55 Millionen Euro betrug – “das war aber den hohen Preisen wegen des Lieferengpasses geschuldet”, so Feuerstein.