In diesem Werk sorgen autonome Transporter für Effizienz

400-Mitarbeiter-Betrieb richtet sich konsequent auf die Zukunft aus. Nach 45-Millionen-Euro-Bau 2023 wurde heuer viel Geld in neue Halle und das Transportsystem investiert.
Nenzing Im Jahr 1972 gründete der norwegische Aluminium- und Energiekonzern Hydro in Nenzing ein Stangenpresswerk nach der Prüfung verschiedener Standorte in Europa. Nenzing konnte die Norweger, immerhin einer der größten Aluminiumproduzenten weltweit, überzeugen. Und tut es bis heute. Denn Hydro investiert auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten weiter große Beträge in den Standort Nenzing. Mit automatisierten Transportsystemen baut das Werk seine Intralogistik gezielt aus und setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung effizienterer Produktionsabläufe, informiert das Unternehmen über den weiteren Ausbau des Vorarlberger Werks.

Das Aluminiumstrangpresswerk in Nenzing verfügt heute über vier Pressenlinien und beschäftigt rund 400 Mitarbeitende. Bereits im Jahr 2023 investierte Hydro Nenzing 45 Millionen Euro in die Zukunft des Werks und schuf zusätzlich 10.000 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche. Und Anfang dieses Jahres wurde eine neue Verbindungshalle fertiggestellt. Sie schafft die notwendige Voraussetzung für die nächste Investition und ist auch ein deutliches Bekenntnis zum Standort. Die Verbindungshalle sei die Grundlage dafür, dass selbstfahrende Transportsysteme künftig auch zwischen weiteren Bereichen des Standorts eingesetzt werden können.

“Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist es für uns wichtig, bewusst in die Zukunft des Standorts zu investieren”, sagt Hydro-Nenzing-Geschäftsführer Hubert Ronecker. “Wir sind überzeugt, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Abwarten entsteht, sondern durch gezielte Weiterentwicklung. Automatisierung ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor, weil sie Prozesse stabiler, effizienter und planbarer macht.”

Die automatisierten Transportsysteme übernehmen zentrale Transporte im innerbetrieblichen Materialfluss und verknüpfen Fertigung und Logistik enger miteinander. Das verkürze die Wege, verbessere die Abstimmung zwischen einzelnen Prozessschritten und erhöhe die Verfügbarkeit an den Anlagen. Gleichzeitig unterstütze die Automatisierung eine sicherere und planbarere Intralogistik, erklärt Firmenchef Ronecker die neue Investition, die ein weiterer Baustein sei, um den Standort technologisch konsequent weiterzuentwickeln. Damit verbinde Hydro Nenzing ein klares Signal: “Auch in schwierigen Zeiten wird in Zukunftsfähigkeit, Effizienz und moderne Produktionsstrukturen investiert.”