Börsentipp: Ohne Rohstoffe geht nichts

Markt / 28.08.2026 • 09:53 Uhr
Börsentipp: Ohne Rohstoffe geht nichts

Experte Martin Wielath (Volksbank) über die Bedeutung von Gold, Silber, Kupfer und seltenen Erden.

Dornbirn Rohstoffe – für uns selbstverständlich und doch unverzichtbar, denn ohne sie geht wirklich nichts. Der Kampf der Nationen um die weltweite Vormachtstellung ist in vollem Gange, angetrieben von der Angst, bei Rohstoffen zukünftig leer auszugehen – siehe Grönland als Spielball der Geopolitik. Das bekannteste Metall unter ihnen ist Gold. Gold verzeichnet u. a. eine anhaltend hohe Nachfrage der Notenbanken. Zugleich nimmt die weltweite Staatsverschuldung Rekordmaße an. So hat die USA jüngst die unglaubliche Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, Tendenz weiter steigend. Zur Absicherung ist Gold unerlässlich, denn als Diversifikationsbaustein erlaubt es eine breite Vermögensaufstellung.

Daneben spielen insbesondere Silber und Kupfer eine entscheidende Rolle bei Themen wie der E-Mobilität, erneuerbaren Energien, Rechenzentren oder Robotik. Allein für ein einziges Windrad werden durchschnittlich 5 Tonnen Kupfer benötigt. Noch rohstoffintensiver ist die Elektromobilität: Für die Herstellung eines E-Autos sind bis zu dreimal so viele Rohstoffe erforderlich wie für einen Verbrenner.

Darüber hinaus nehmen seltene Erden eine Schlüsselrolle ein. China hat sich hier über die letzten Jahre ein regelrechtes Monopol aufgebaut, das die Welt abhängig macht. Ohne seltene Erden kein Fortschritt: Besonders wichtig sind die Metalle für die Herstellung von Permanentmagneten. Diese werden nahezu in jeder modernen Technik benötigt. Übrigens: Seltene Erden sind nicht rar, sondern ihre Gewinnung ist nur äußerst aufwendig.

Wir sehen also, dass der KI-Superzyklus und jeglicher andere Zukunftstrend – von der Biotechnologie über die Raumfahrt bis zu Quantencomputern – nur durch Grundrohstoffe möglich sind. Die Nachfrage nach Rohstoffen wird weiter steigen. Kurskorrekturen am Markt eignen sich somit für einen Positionsaufbau auf breiter Ebene. Die Wahl zwischen Direktinvestments in Rohstoffe oder Minengesellschaften bleibt dabei Geschmackssache.