Diese Baumaschinen aus Vorarlberg sind weltweit so begehrt wie nie zuvor

Markt / 28.08.2026 • 15:02 Uhr
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Dieses Ramm- und Bohrgerät, das in Vorarlberg entwickelt und gebaut wurde, sorgt auch in der Weltmetropole New York dafür, dass die Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht wird.Fa

Baumaschinen-Hersteller im Höhenflug. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Firma einen neuen Auftragsrekord. Und so soll es auch weitergehen.

Nenzing Wenn das kein passendes Geschenk ist zum 50. Geburtstag, der mit einem Tag der offenen Tür und über 20.000 Besuchern gefeiert wurde. Dafür gesorgt hat das gesamte Team des Liebherr-Werks Nenzing selbst, das mit seinen mächtigen und komplexen Baumaschinen, die hier entwickelt und gebaut werden, am Weltmarkt auf eine starke Nachfrage stößt. “Wir haben Ende Juni erneut einen Rekord-Auftragseingang erzielt und liegen zweistellig über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres”, berichtet Liebherr-Sprecher Wolfgang Pfister im Gespräch mit den VN.

US-Markt boomt trotz Zöllen

Besonders der Markt in Nordamerika und dort speziell das Geschäft mit den USA boomt. Trotz der Zölle, wie Pfister betont. “Fast jeder zweite Auftrag bei Liebherr Nenzing kommt aus den USA.” Zum einen liege das daran, dass die lokale Konkurrenz überschaubar sei und wie Hersteller aus anderen Ländern ebenfalls Zölle für Import-Rohstoffe und -technik zahlen müsse, zum anderen daran, dass die Produkte aus Nenzing überzeugen. Der US-Markt profitiere derzeit von massiven Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur, z. B. Rechenzentren und KI-Infrastruktur, und die dafür notwendige Energieversorgung. Davon profitiere insbesondere das Segment Raupenkrane, bei dem sich die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr verdoppelt haben. Im Segment der Seilbagger bediene Liebherr Nischenanwendungen wie Nassbaggern, also das Ausbaggern von Flüssen und Wasserwegen.

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23 Spezialtiefbaumaschinen wurden für den Bau der Hochleistungsbahnstrecke im Osten der Türkei bei den Vorarlberger Spezialisten geordert.Fa

Und im Spezialtiefbau sei es gelungen, über eine Fokussierung der lokalen Vertriebsstruktur weitere Marktanteile zu gewinnen, so Pfister. Während in Vorarlberg Entwicklung und Produktion angesiedelt sind, hat Liebherr in den USA drei Standorte für Vertrieb und Service – in Miami, in der texanischen Metropole Houston und in Lodi, Kalifornien. Damit könne man das Land gut abdecken – einen wichtigen Beitrag leiste zudem das erfolgreiche Mietgeschäft. “Dabei stellen wir potenziellen Kunden Maschinen zum Testen zur Verfügung”, so Pfister. In Nenzing sieht man die Firma dank der großen Marktdurchdringung in den USA gerüstet, um dort die nächste Wachstumsphase anzustoßen. “Nenzing hat den höchsten US-Anteil in der gesamten Liebherr-Gruppe”, erklärt der Firmensprecher die weiteren Pläne.

Diese Baumaschinen aus Vorarlberg sind weltweit so begehrt wie nie zuvor
Liebherr-Nenzing-Sprecher Wolfgang Pfister informiert über den besten Auftragsbestand, den das Unternehmen in seiner Geschichte hat.Fa

Erfolgreich ist der Baumaschinen-Hersteller, der in Vorarlberg rund 1900 Mitarbeiter beschäftigt, aber nicht nur in den USA. Auch beim Bau des Eisenbahn-Projektes “Kars-Igdir-Dilucu”, einer rund 224 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke, welche die türkischen Provinzen Kars und Iğdır mit Aserbaidschan verbinden, wird auf Maschinenpower “made in Vorarlberg” gesetzt. Das Auftragsvolumen umfasst 23 Spezialtiefbaumaschinen inklusive Anbaugeräte, davon 15 kombinierte Ramm- und Bohrgeräte sowie acht Großdrehbohrgeräte”, geht Pfister ins Detail. Ein 38 Millionen Euro-Auftrag, der bereits greift. Bis heute wurden 14 Maschinen ausgeliefert. Nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr sei man zuversichtlich, dass der Rekordkurs auch im zweiten Halbjahr 2026 fortgesetzt werden könne, erklärt Wolfgang Pfister.