Der Immobilienmarkt kommt wieder in Bewegung

Markt / 18.09.2026 • 16:27 Uhr
Der Immobilienmarkt kommt wieder in Bewegung
Landesrat Marco Tittler, Unternehmerin Petra Kreuzer, Christian Jauk (Rhomberg Bau), Bischof Benno Elbs und Architekt Johannes Kaufmann. m.hagen

Gebraucht läuft, Neubau bleibt schwierig. Aber zwei Dornbirner Projekte zeigen, wo der Markt Chancen bietet.

Dornbirn Am Freitagmittag wurde in Dornbirn die gerade fertiggestellte Wohnanlage Kehlen von Kreuzer Immo durch Bischof Benno Elbs gesegnet. “Die letzte Wohnung wurde drei Monate vor Fertigstellung verkauft und die einzelnen Wohnungen im August den Eigentümern übergeben”, sagt Unternehmerin Petra Kreuzer über das Projekt mit elf Wohnungen.

Neubauten sind insgesamt deutlich seltener geworden. “Der Wohnungsbau schwächelt nach wie vor”, sagt die Immobilienunternehmerin. Gründe dafür seien höhere Zinsen, restriktive Finanzierungsregeln sowie gestiegene Bau- und Grundstückskosten. Dafür funktioniere der Gebrauchtmarkt sehr gut. Warum ihr Projekt dennoch komplett verkauft werden konnte, führt Kreuzer auf die ruhige Lage, die Grundrisse und die Architektur zurück.

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Gebrauchtmarkt funktioniert

Der Gesamtmarkt zeigt insgesamt wieder deutlich positivere Tendenzen. Die Zahlen von Remax beziehen sich dabei auf alle Immobilientransaktionen, die im Grundbuch verbüchert werden – also sowohl auf neue als auch auf gebrauchte Immobilien. Vorarlberg verzeichnete im ersten Halbjahr bei den Transaktionen einen Zuwachs von 28,1 Prozent auf 3449. Der Anstieg bei den Verkaufszahlen spiegelt sich auch im Umsatz wider: Mit 1,22 Milliarden Euro wurden um 32,7 Prozent mehr umgesetzt.

Ob auch der Neubau wieder an Fahrt gewinnt? Kreuzer geht davon aus, dass der Bereich schwierig bleiben dürfte, auch wenn er im Vergleich einige Vorteile aufweise. “Gebrauchte Immobilien überzeugen natürlich mit dem Preis, aber beim Neubau hat man neben dem Allgemeinzustand und den niedrigeren Betriebskosten die ersten zehn Jahre überhaupt keinen Sanierungsbedarf.”

Der Immobilienmarkt kommt wieder in Bewegung
Die Bauherrenfamilie Ölz übergibt das Wohnhaus für Studierende seiner Bestimmung. m.hagen

Alt und neu für Studierende

Gebraucht und neu verbindet die Familie Ölz in der Dornbirner Achstraße. Dort eröffnete sie am Donnerstag ein Wohnhaus für Studierende. Es verbindet einen denkmalgeschützten Altbau mit einem Neubau und bietet 83 Zimmer. Das Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule ist bereits komplett ausgebucht. “Wir wollten historische Bausubstanz bewahren und gleichzeitig einen Beitrag für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Vorarlberg leisten”, sagt Florian Ölz über das ehemalige Industriegebäude.