Thyssenkrupp Presta verschärft Jobabbau in Liechtenstein

Markt / 18.09.2026 • 11:21 Uhr
Thyssenkrupp Presta verschärft Jobabbau in Liechtenstein
Am Standort Eschen sollen mehr Jobs wegfallen als ursprünglich kommuniziert. LVB

Beim Autozulieferer sollen noch mehr Stellen wegfallen als angekündigt. Gewerkschaft kritisiert Umgang mit freiwilligen Austritten.

Eschen Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass der Autozulieferer Thyssenkrupp Presta an seinen Standorten in Eschen (Liechtenstein) und Oberegg (Schweiz) insgesamt 570 Stellen abbauen will. Klar war schon damals, dass der Großteil der Jobs in Eschen wegfallen soll. Dort beschäftigt das Unternehmen rund 2000 Mitarbeiter, darunter viele Vorarlberger Grenzgänger.

Nun steht fest, dass der Jobabbau deutlich massiver ausfallen wird als ursprünglich geplant, wie das “St. Galler Tagblatt” berichtet. Statt der ursprünglich angekündigten 570 Arbeitsplätze sollen beim Hersteller von Lenksystemen insgesamt 640 Stellen verschwinden.

Der Abbau konzentriere sich überwiegend auf Eschen, erklärt ein Sprecher gegenüber der Zeitung. In Oberegg arbeiten im Vergleich rund 120 Mitarbeiter. Der Stellenabbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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Zahl deutlich höher

Den zusätzlichen Abbau von 70 Stellen nehme man mit großer Sorge zur Kenntnis, betont der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV). Die Gewerkschaft kritisiert zudem den Umgang mit freiwilligen Austritten und Frühpensionierungen. In der nun anstehenden dritten Welle sollen rund 340 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. In den ersten beiden Wellen wurden bereits 221 Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen gekündigt.

Die von Presta kommunizierte Zahl von 640 betroffenen Personen bilde allerdings nicht den gesamten Personalabbau ab, kritisiert der LANV. Würden auch die weiteren freiwilligen Austritte berücksichtigt, liege die tatsächliche Zahl der ausgeschiedenen Mitarbeiter noch höher.