Vorarlberger Beleuchtung für das Grab des heiligen Petrus

Nekropole unter dem Petersdom in Rom erstrahlt in neuem Licht. Zumtobel setzte mit Partnern Beleuchtungskonzept um.
Vatikanstadt, Dornbirn Die Nekropole unter dem Petersdom in Rom zählt zu den heiligsten Stätten des Christentums, weil sich dort das Grab des Heiligen Petrus befindet. Nach umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten sowie der Installation eines neuen Beleuchtungssystems wurde die Nekropole wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. “Mit großem Respekt und Stolz haben wir für dieses außergewöhnliche Projekt unsere bestmögliche Lichtlösung bereitgestellt und die Beleuchtung der Nekropole von Sankt Peter neugestaltet”, erklärte Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group, noch kurz vor seinem Rückzug als Vorstandsvorsitzender des Leuchtenkonzerns. Seinen Vorsitz hat er am 1. Oktober an Heiner Lang übergeben.
Überdachung für Papstaltar
Zumtobel unterstreicht mit diesem Auftrag seine Kompetenz in der Beleuchtung sakraler Räume. Als Anbieter innovativer Beleuchtungslösungen realisiere das Unternehmen seit vielen Jahren Projekte innerhalb und außerhalb des Vatikans und werde auch in Zukunft neue Maßstäbe setzen – beispielsweise wird Zumtobel die Überdachung des Papstaltars im Petersdom mit moderner LED-Technik beleuchten, informiert das Dornbirner Unternehmen.
Unter der technisch-wissenschaftlichen Leitung der Fabbrica di San Pietro wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der italienischen Lichtdesignerin Prof. Arch. Alessandra Reggiani entwickelt. Gemeinsam wurde ein Lichterlebnis konzipiert, das die Besucher schrittweise über eine Treppe hinunter zur antiken Begräbnisstätte führt. Beim Hinabsteigen der Treppe zum Eingang der Nekropole begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise durch fast 1700 Jahre. Jede Stufe hat eine andere Farbtemperatur. So werden die Augen schrittweise auf die geringe Helligkeit in der Nekropole vorbereitet. Im Mittelpunkt stehe die Lichtwirkung im Raum, ohne dass die Leuchten selbst oder die Leuchtdichte ihrer lichtemittierenden Flächen davon ablenken.
Eine zentrale Anforderung an die Beleuchtungslösung bestand darin, eine übermäßige Leuchtdichte durch die Leuchte selbst zu verhindern. Eine spezielle Pulverbeschichtung auf dem Blendschutzraster vor der Lichtaustrittsfläche absorbiert den Großteil des Streulichts.