Pension: Weiterarbeiten wird attraktiver

Markt / 18.10.2026 • 10:11 Uhr
Pension: Weiterarbeiten wird attraktiver

Der Rankweiler Steuerberater Dr. Peter Bahl – Bahl Fend Bitschi Fend Steuerberatung – informiert über die Aktivpension ab 2027 und wie man sie am besten gestaltet.

Rankweil Ab 1. Jänner 2027 wird das Arbeiten nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters finanziell attraktiver. Wer weiterhin berufstätig ist, kann künftig bis zu 1250 Euro monatlich beziehungsweise 15.000 Euro jährlich steuerfrei verdienen. Zusätzlich gibt es Erleichterungen bei den Pensionsversicherungsbeiträgen. Die Begünstigungen gelten sowohl für Personen, die ihren Pensionsantritt aufschieben, als auch für jene, die bereits eine Alterspension beziehen und weiterarbeiten.

Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Das gesetzliche Regelpensionsalter muss erreicht sein, bei Männern 65 Jahre, bei Frauen abhängig vom Geburtsjahr. Wer bereits eine Alterspension bezieht, benötigt grundsätzlich mindestens 40 Versicherungsjahre. Für Frauen gelten Übergangsregelungen: 2027 reichen 34 Versicherungsjahre. Wer seinen Pensionsantritt aufschiebt, benötigt diese zusätzlichen Versicherungsjahre nicht. Für Personen, die bereits vor dem 1. Juli 2026 in Pension gegangen sind, gibt es zudem eine besondere Übergangsregelung bei fehlenden Versicherungszeiten. Auch selbständige Tätigkeiten und geringfügige Beschäftigungen können begünstigt sein. Pensionseinkünfte selbst sowie reine Vermietungs- und Kapitaleinkünfte sind nicht begünstigt.

Die finanzielle Entlastung kann erheblich sein. Laut einem Berechnungsbeispiel des Finanzministeriums spart eine Pensionistin mit 2000 Euro monatlicher Bruttopension und weiteren 2000 Euro Arbeitsverdienst jährlich rund 7648 Euro an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Der Steuerfreibetrag wird nicht automatisch berücksichtigt: Arbeitnehmer können ihn mit dem Formular E35 bereits über die monatliche Lohnabrechnung beantragen, Selbständige im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung. Die tatsächliche Ersparnis hängt von den persönlichen Einkommensverhältnissen ab.