Ab heute wird in Vorarlbergs größtem Suppenkessel gekocht

Die größte Metzgerei Vorarlbergs ist jetzt noch leistungsfähiger. In der Küche wurde der größte Suppenkessel des Landes in Betrieb genommen.
Dornbirn Die Zahlen sind beeindruckend, und das Ergebnis schmeckt den Vorarlbergern. Das zeigen die Zahlen. Der größte fleischverarbeitende Betrieb im Land, die Tann-Produktion in Dornbirn Wallenmahd ist jetzt noch größer und deutlich leistungsfähiger – heute, Freitag, wurde der erweiterte und auf neuesten Stand gebrachte Betrieb feierlich nach neun Monaten intensiver Arbeiten eröffnet. Dafür ist auch der Vorstandsvorsitzende des Handelsunternehmens Spar, Hans Reisch, angereist. Und bei der Eröffnung dabei sind auch die Partner der Spar, zuvorderst die Fleischlieferanten aus der Vorarlberger Landwirtschaft, Politiker und Interessenvertreter.

Zwölf Millionen Euro wurden investiert, um die aktuellen Aufgaben zu erfüllen und in Zukunft noch deutlich mehr Fleisch- und Wurstwaren sowie die erfolgreichen Convinience-Produkte, die in Dornbirn für die Spar-Märkte nicht nur in Vorarlberg, sondern in ganz Österreich hergestellt werden. Die Produktionsfläche wurde von bisher 5300 auf jetzt mehr als 6100 Quadratmeter erweitert. Dort werden pro Tag 20.000 Kilogramm Fleisch- und Wurstwaren von 80 Mitarbeitenden hergestellt, nennen die Geschäftsführerin von Spar Vorarlberg, Carina Pollhammer, und der Betriebsleiter von Tann, Milan Lovric, Zahlen zur erweiterten Produktion.

Erweitert wurde der Betrieb bei laufender Produktion, “eine große Leistung der Handwerker, aber auch der Mitarbeiter”, betont Lovric im Gespräch mit den VN. Und sie sind es auch, die in den letzten Tagen vor der Eröffnung mit vollem Elan und sichtbar gut gelaunt noch Hand anlegen, damit die Produktion von Anfang an perfekt funktioniert. Lovric selbst hat das Wachstum von Tann in Vorarlberg seit 1990 begleitet und gestaltet. Er war noch in der früheren Zentrale in Dornbirn Birkenwiese dabei, war Qualitätsmanager, seit dem Jahr 2001 Produktionsleiter und seit 2018 Betriebleiter. “Jetzt haben wir genug Platz, um uns weiterzuentwickeln und für alle Mitarbeiter großzügige und hochmoderne Arbeitsplätze”, betont Spar-Chefin-Pollhammer.
10.000 Kilo Leberkäse
Die Vorarlberger mögen die Fleisch- und Wurstwaren “made bei Tann”. Pro Tag werden 10 Tonnen Brät herstellt, 10.000 Kilogramm Leberkäse werden pro Woche an die 100 Spar-, Eurospar- und Intersparmärkte ausgeliefert, ebenso 32.000 Schüblinge, 60.000 Paar Wienerle und 10.000 Ländle-Kalbsbratwürste, “gewürzt und hergestellt speziell nach dem Geschmack der Vorarlberger”, so der Betriebsleiter.

Ein besonders leistungsfähiges Schmuckstück ist die neue Küche. Dort wird einerseits für die Vorarlberger mit Fleisch aus dem Land und andererseits für die Österreicher “Tann hausgemacht” gekocht. Auf höchstem Niveau und von ausgebildeten Köchen, wie Pollhammer und Lovric betonen. Sie waren es auch, die die Fertiggerichte, die nur mit natürlichen Zutaten – “ganz ohne Konservierungsstoffe” – zubereitet werden, entwickelt haben. Sie sind eine Erfolgsgeschichte, die heute in Tausenden Haushalten geschätzt werden.
“Tann hausgemacht” und Neni Shashuka
Österreichweit werden u. a. Rindsgulasch, Chili con Carne, Kalbsragout, Hühner- und Rindssuppe zubereitet. In der neuen Küche kann die Produktion verdreifacht werden, erklärt Lovric. Waren es bisher 400.000 Gläser, werden es im kommenden Jahr fast 1,2 Millionen sein, die man in den riesigen Kesseln mit 700 Liter bzw. 1200 Liter Füllmenge kochen kann und auch wird. Auch für die Produktlinie Neni, der Spitzenköchin Haya Molcho bereiten sie Shashuka und Hamushuka zu, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Für ganz Österreich werden weitere Produkte wie die Champignon-Wurst über Schinkenspezialitäten bis zu den BBQ-Grillern in Dornbirn zubereitet.