Das neue Team im Sanatorium Schenk: “Die Menschen kommen zu uns”

Markt / 26.10.2026 • 14:48 Uhr
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Hochspezialisiert: Im OP des Sanatoriums in Schruns wird auf höchstem Niveau operiert. Fa

Im Jänner leitete der Sport- und Unfallchirurg seinen Rückzug ein. Seine Nachfolger sind für die Wintersaison gerüstet und entwickeln neue Angebote – besonders auch für Einheimische.

Schruns Der 73-jährige Pionier der Sport- und Unfallchirurgie Christian Schenk hat im Jänner nach 36 Jahren und über 50.000 Operationen seinen Rückzug angekündigt, nicht ohne dafür zu sorgen, dass sowohl sein Sanatorium als auch die Schenk Air nach seinem Rückzug nicht nur auf soliden Beinen stehen, sondern sich auch weiterentwickeln können. Medizinischer Leiter ist, wie die VN bereits berichteten, Prof. Michael Hoffmann, Geschäftsführer des Gesundheitsunternehmens mit 80 Mitarbeitenden ist Sohn Christopher Schenk. Bei Schenk Air ist Christian Schenk selbst noch in der Führungsposition, doch sein Sohn sei schon bei allen wesentlichen Themen involviert. Hoffmann arbeitet seit Jahresbeginn in Schruns und hat bereits Neuerungen im medizinischen Bereich umgesetzt. Vor der Wintersaison, die in wenigen Wochen Fahrt aufnimmt und die nach wie vor die Hauptsaison im Schrunser Sport- und Unfallchirurgie-Zentrum ist, seien sowohl der medizinische Bereich als auch der Flugbetrieb gut aufgestellt, unterstreichen Hoffmann und Schenk.

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Der medizinische Leiter Michael Hoffmann (2. v. r.) mit den Ärzten (v. l.) Clemens Abel, Andreas Rücker und Stephan Waurick.Fa

“Wir haben viele neue Ideen, um weitere Vorteile für unsere Patienten anzubieten. Im Sommer genauso wie im Winter. Derzeit prüfen wir zum Beispiel, wie wir unseren Hightech-Magnetresonanztomografen (MRT) in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten einsetzen können, um die Wartezeiten für ihre Patienten zu verkürzen”, erklärt der international renommierte Spezialist für wiederherstellende Knie-, Schulter- und Hüftchirurgie, der sich am neuen Dienstort im Montafon gut eingelebt hat. “Ich bin schon gut verankert und habe auch außerhalb der Arbeit Anschluss gefunden. Der Familiennachzug ist geplant.”

Zusammen mit Versicherern

Der Neo-Schrunser hat sich in den vergangenen Monaten mit seinen Arztkollegen vernetzt. Der kollegiale Austausch auf Augenhöhe habe ein Ziel, das verbinde, erklärt er: “Die gemeinsamen Patienten, ob Einheimische oder Urlauber, interdisziplinär auf höchstem Niveau zu versorgen.” Das Schenk-Sanatorium wolle seine medizinische Expertise im Bereich Orthopädie und Traumatologie deshalb wieder den heimischen Patienten anbieten. Seit Mitte Oktober gebe es die Möglichkeit der Direktverrechnung mit den Zusatzversicherungen, zunächst mit der Uniqa, bis Ende des Jahres sollen dann alle österreichischen Versicherungen in dieses System integriert sein. Für die Patienten bedeute das, dass “die Kosten direkt über die Zusatzversicherung abgerechnet werden können.”

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Christopher Schenk ist Geschäftsführer der Sanatorium Dr. Schenk GmbH und soll auch die Schenk Air in absehbarer Zeit führen. Fa

Hochbetrieb herrscht bei Schenk indes schon, bevor der erste Schnee gefallen ist. Neben Unfallchirurgie sei man auch auf Endoprothetik und elektive Orthopädie spezialisiert, also z. B. auf neue Hüften, Knie oder Schultern, erklärt der medizinische Leiter des international bekannten Krankenhauses. Die Patienten bekommen unter dem Dach des Sanatoriums die Behandlung vom Spezialisten, MRT, CT und Reha. Das habe sich rasch herumgesprochen – “und die Menschen kommen zu uns”, freut sich Hoffmann.

Wachstumsmarkt Sommer

Das soll künftig ganzjährig für Auslastung sorgen. “Wir beschäftigen hoch qualifizierte Menschen und wollen sie das ganze Jahr hier halten. Mit einer Ausweitung unserer Leistungen ist das möglich.” Neben den 80 Mitarbeitern in der Klinik ist auch die Schenk Air mit sieben ganzjährig angestellten oder auf Werkvertragsbasis beschäftigten Mitarbeitenden einsatzbereit. Im Winter kommen für den Flugrettungsbetrieb weitere elf angestellte Flugretter, sechs freiberuflich tätige Piloten und 20 Notärzte zum Einsatz. In den letzten Jahren flog der Schenk-Hubschrauber im Land pro Wintersaison durchschnittlich 350 Einsätze, doch “diese Kapazitäten können noch deutlich erweitert werden”, so Christopher Schenk.

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Das Sanatorium Schenk mit Landeplatz auf dem Dach und Schenk-Air-Helikopter.Fa