Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden

Markt / 06.11.2026 • 12:47 Uhr
Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden
Markus Hämmerle (Stickerei Hämmerle & Vogel) und Bischof Benno Elbs bei der Präsentation der neuen Briefmarke (hier im Großformat).VN/Steurer

Hämmerle & Vogel hat eine Weihnachtsbriefmarke gestaltet. Bei der Präsentation betonte Benno Elbs die besondere Symbolik.

Dornbirn Eine Briefmarke entsteht nicht über Nacht. Bis die Österreichische Post ein neues Motiv herausgibt, sind zahlreiche Abstimmungen nötig. Auch die Sammler sollen schließlich Gefallen daran finden. Deshalb fragt die Post vorab beim Briefmarkenverein St. Gabriel nach, ob eine Marke interessant sein könnte, erklärt Patricia Liebermann, die bei der Post den Bereich Philatelie leitet.

Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden
Künstler Roland Adlassnig gestaltete dazu in der inatura eine Weihnachtsbaum-Installation.VN/Steurer

100.000 Stück produziert

Bei der neuen Weihnachtsbriefmarke, die von der Lustenauer Stickerei Hämmerle & Vogel in einer Auflage von 100.000 Stück produziert wurde, fiel die Antwort positiv aus. Sie ist ab sofort in allen Postämtern erhältlich und hat einen Nennwert von 4,65 Euro.

Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden
Markus Ilg, Ernst Thurnher, Markus Hladik und Nicholas Zumtobel vom Rotary Club Vorarlberg verkauften den XXL-Weihnachtsbaum für den guten Zweck.VN

Am Donnerstagabend wurde sie in der inatura in Dornbirn im Rahmen eines Erstverwendungstags offiziell präsentiert. Damit erfolgt traditionell der Startschuss, ab dem eine neu herausgegebene Briefmarke erstmals als gültiges Postwertzeichen zum Frankieren verwendet werden darf.

Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden
Der Christbaum ist ab sofort in allen österreichischen Postämtern verfügbar. VN

Zeichen für Wettbewerbsfähigkeit

Für Wirtschaftslandesrat Marco Tittler war es eine Premiere, bei einer Briefmarkenpräsentation dabei zu sein. “Hämmerle & Vogel macht beispielhaft vor, wie man sich auf Innovation besinnt und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Vorarlberg sichert.”

Der Bischof, ein Christbaum und 2,8 Millionen Meter Faden
Patricia Liebermann (Österreichische Post) im Gespräch mit Markus Hämmerle, Landesrat Marco Tittler und WKV-Präsident Karlheinz Kopf.VN

Bischof Benno Elbs wiederum hat gemeinsam mit Firmenchef Markus Hämmerle bereits mehrere Briefmarken, etwa für den Vatikan, vorgestellt. Der Christbaum, der die neue Marke ziert, hat für ihn eine besondere Symbolik. “Er ist ein Zeichen für Hoffnung und ein Ausdruck der frohen Momente sowie ein Ort der Begegnung. Schön, dass all dies den Menschen durch diese Briefmarke geschenkt wird.” Er selbst verschenkt jedes Jahr zu Weihnachten frankierte Briefe an die Gefangenen der Justizanstalt Feldkirch. “Die Briefmarke ist für Menschen, die isoliert sind, ein wertvoller Brückenbauer.”

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Am Donnerstagabend gab es in der inatura ein Sonderpostamt, an dem Briefmarken verkauft wurden.VN

Für den guten Zweck

Am Abend wurde die Marke auch im XXL-Format präsentiert. Diese Exemplare werden vom Rotary Club Vorarlberg für den guten Zweck verkauft. Mit dem Erlös der Spendenaktion wird das Projekt Leuchtturm der Dornbirner Jugendwerkstätten unterstützt.

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Hämmerle & Vogel hat für die Post bereits mehrere Briefmarken wie etwa das Dirndl produziert.VN

Reise begann vor 20 Jahren

Für Markus Hämmerle, dessen Unternehmen vor allem im Bereich Lingerie und Damenoberbekleidung tätig ist, sind die Briefmarken ein wertvolles Nischenprodukt. “Wir haben uns gefragt, wofür wir unsere Stickereien noch einsetzen könnten. So sind wir vor 20 Jahren auf die Post zugegangen und damit begann unsere Reise mit einer Edelweiß-Briefmarke.” Für den Christbaum, der übrigens auch als Baumschmuck verwendet werden kann, wurden 2,8 Millionen Meter Faden verstickt – rund 28 Meter pro Briefmarke.

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