„Wir sind auf unterschiedlichen Pfaden“

Menschen / 21.10.2019 • 22:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die britische Boulevardpresse munkelt, dass die Ehefrauen der beiden Prinzen am Zerwürfnis schuld sind.Reuters
Die britische Boulevardpresse munkelt, dass die Ehefrauen der beiden Prinzen am Zerwürfnis schuld sind.Reuters

Prinz Harry nimmt zu Gerüchten erstmals Stellung und räumt angespanntes Verhältnis zu seinem Bruder ein.

Windsor Erstmals hat der britische Prinz Harry nach monatelangen Medienspekulationen Spannungen in seinem Verhältnis zu seinem Bruder William (37) eingeräumt. „Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden“, sagte der 35-Jährige dem britischen Sender ITV in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Dokumentarfilm. Aber er werde immer für William da sein – und umgekehrt.

Die Gründe für die Spannungen sieht Harry in seiner Rolle als Prinz und als Mitglied der königlichen Familie sowie in dem Druck, unter dem seine Familie stehe: „Es passieren unweigerlich Dinge, aber wir sind Brüder. Wir werden immer Brüder sein.“

In der britischen Boulevardpresse kursieren seit Monaten Gerüchte über Unstimmigkeiten zwischen den Ehefrauen der beiden Prinzen, Kate (37) und Meghan (38). Diese sollen angeblich auch die Brüder entzweien.

Zunächst zogen Prinz Harry und Herzogin Meghan im Frühjahr aus dem Kensington-Palast in London aus, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate gelebt hatten. Sie wohnen seither in der Nähe von Königin Elizabeth II. (93) in Windsor. Im Juni kündigten der Herzog und die Herzogin von Sussex – so ihr offizieller Titel – an, sie wollten ihre eigene Stiftung gründen – und somit ihr soziales Engagement stärker von William und Kate trennen.

„Wir sehen uns nicht mehr so oft wie früher, da wir so beschäftigt sind“, sagte Prinz Harry über sein Verhältnis zu seinem Bruder. „Aber ich liebe ihn sehr, und der Großteil (der Spekulationen) ist aus dem Nichts entstanden.“ Als Brüder habe man gute und schlechte Tage.

Harry war im September mit Meghan und ihrem ersten Kind Archie in Südafrika zu Besuch. Allein reiste er nach Angola, Botsuana und Malawi weiter. Er selbst war im südlichen Afrika in diversen Umwelt- und Tierschutzprojekten aktiv und nennt die Region seine zweite Heimat. Der Dokumentarfilm des Senders ITV „Harry & Meghan: An African Journey“ (Harry & Meghan: Eine afrikanische Reise) wurde am Sonntagabend ausgestrahlt.

Harry hatte Kapstadt in Südafrika als „fantastischen“ Ort zum Leben bezeichnet – allerdings mit deutlichen Einschränkungen. Denn es gebe auch viele Probleme dort, räumte der Prinz gegenüber ITV ein. „Ich glaube, es ist ein ziemlich schwieriger Ort zum Leben, wenn du weißt, was dort los ist.“ Afrika werde im Mittelpunkt ihrer künftigen Arbeit stehen, sagte Harry.

Umzug oder Auszeit

Immer wieder hatte es in Großbritannien Gerüchte gegeben, dass Harry, Meghan und ihr kleiner Sohn Archie vorübergehend nach Afrika ziehen würden. Aus dem Interview geht das aber nicht klar hervor. Ein dauerhafter Umzug gilt ohnehin als unwahrscheinlich.

Der US-Sender CNN wiederum berichtete, das Herzogspaar wolle sich ab November eine Auszeit nehmen, um sich voll und ganz auf die Familie konzentrieren zu können. Die Zeit wollen die beiden Royals laut CNN im Vereinigten Königreich und den USA verbringen. Seitens des britischen Königshauses wurde der Bericht nicht bestätigt.