Matthias Habich wird am Sonntag 80

Menschen / 08.01.2020 • 22:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schauspieler Matthias Habich denkt auch mit 80 Jahren nicht ans Aufhören.
Schauspieler Matthias Habich denkt auch mit 80 Jahren nicht ans Aufhören.

Schauspieler Habich entflieht meist dem Rummel auf den roten Teppichen.

Berlin, Paris Matthias Habich macht sich gerne rar. Rote Teppiche schätzt er nicht, Interviews gibt er selten. Am kommenden Sonntag wird Habich 80 Jahre alt. Ein Umstand, der ihn nachdenklich macht: „Natürlich ist es inzwischen so, dass man die Zeitung aufmacht und an den Todesanzeigen sieht, dass alle in diesem Alter schon tot sind. Natürlich beschäftigt mich das“, sagt er im DPA-Interview. Der Schutz seiner Privatsphäre war dem Schauspieler stets ein hohes Gut. So ließ er Anfang der 1970er Jahre fast alles liegen und kehrte Deutschland den Rücken, nachdem ein Reporter in seine Münchner Wohnung eingestiegen war.

Kurz wurde er in der Titelrolle von Fritz Umgelters Sechsteiler „Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck“ aus dem Stand zum Star. Obwohl er nach Frankreich zog, holte das Fernsehen ihn immer wieder zurück nach Deutschland, für zwei „Tatort“-Krimis zum Beispiel oder für „Die Rättin“ (1997). 2001 bekam Habich den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler in dem TV-Vierteiler „Jahrestage“. Nach wie vor lebt er aber in Paris.

Nach dem Fernsehen eroberte er das Kino. Zu den größten Erfolgen gehört neben dem oscar-nominierten Drama „Jenseits der Stille“ (1995) der Hitler-Film „Der Untergang“ (2004). Für seine Nebenrolle in „Nirgendwo in Afrika“ bekam Habich 2003 den Deutschen Filmpreis. Zahlreiche weitere Auszeichnungen schmücken seine Arbeit.