Rassismusdebatte in Großbritannien nach Rückzug von Harry und Meghan

Menschen / 16.01.2020 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Meghan (M.) zeigte sich leger inmitten von Mitarbeiterinnen einer Hilfseinrichtung für Frauen anlässlich einer Charity-Aktion in Vancouver. AP
Meghan (M.) zeigte sich leger inmitten von Mitarbeiterinnen einer Hilfseinrichtung für Frauen anlässlich einer Charity-Aktion in Vancouver. AP

Royaler Abschied
hat Diskussion über Rassismus angeheizt.

London Tatsache ist, dass die britischen Medien und die Öffentlichkeit Meghans Wurzeln – ihr Vater ist weiß, ihre Mutter Afroamerikanerin – immer wieder thematisierten. Quasi unmittelbar nachdem die Liebesbeziehung zwischen den beiden bekannt wurde, gab es erste Rassismusvorwürfe gegen britische Medien. Die „Daily Mail“ überschrieb ihre „Exklusivmeldung“ über die Romanze damals mit „Harrys Mädchen kommt (fast) direkt aus Compton“ – in Anspielung auf einen für seine hohe Kriminalitätsrate und Armut berüchtigten Vorort von Los Angeles. In Wirklichkeit wuchs Meghan in behüteten Verhältnissen im Zentrum von LA auf und besuchte Privatschulen. Rachel Johnson, Schwester des Premierministers Boris Johnson, schrieb in der „Mail on Sunday“ von Markles „reicher und exotischer DNA“, die den „blassen“ Windsors gut tun könne. Angesichts der Häufung derartiger Äußerungen reagierte Harry mit einer Erklärung, in der er „die rassistischen Untertöne“ bestimmter Kommentare und den „Sexismus und Rassismus von Trollen in den sozialen Medien“ brandmarkte. Damit konnte er die Welle unsensibler oder gar offener Beleidigungen jedoch nicht stoppen.