Erfolgreiche Karriere, turbulentes Privatleben

Menschen / 07.02.2020 • 22:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit 21 Jahren heiratete Mia Farrow Frank Sinatra, danach folgte die Ehe mit André Previn, bevor sie eine schlagzeilenträchtige Beziehung mit Woody Allen einging. AP
Mit 21 Jahren heiratete Mia Farrow Frank Sinatra, danach folgte die Ehe mit André Previn, bevor sie eine schlagzeilenträchtige Beziehung mit Woody Allen einging. AP

Schauspielerin Mia Farrow feiert ihren 75. Geburtstag.

Los Angeles Sie war das „It-Girl“ der 60er-Jahre: Gerade 21 Jahre alt, heiratete Mia Farrow 1966 den drei Jahrzehnte älteren, legendären Entertainer Frank Sinatra. Dann gab Starregisseur Roman Polanski der zarten Bubikopf-Blondine die Hauptrolle in seinem Horrorschocker „Rosemaries Baby“, der Startschuss zu einer langen, turbulenten Karriere. Am Sonntag wird die Schauspielerin 75 Jahre alt.

Farrow war von Sinatra und von ihrem zweiten Ehemann, dem Komponisten und Dirigenten André Previn, geschieden, als Woody Allen in ihr Leben trat. Dreizehn Mal holte der New Yorker Regisseur seine Freundin vor die Kamera.

Bitterer Sorgerechtsstreit

Ihre Beziehung machte damals schon Schlagzeilen. Sie lebten getrennt in teuren Apartments am New Yorker Central Park. Farrow hatte bereits sieben Kinder, davon vier aus Korea und Vietnam adoptiert. Die Großfamilie wuchs weiter an, schließlich wurde 1987 ihr gemeinsamer Sohn Ronan geboren. Doch dann der Bruch. Mit 56 Jahren begann Allen eine Romanze mit Farrows 21-jähriger Adoptivtochter Soon-Yi. Bis heute ist der Regisseur mit der Koreanerin verheiratet, sie haben zwei Kinder. Doch ein weiterer Skandal mit einem bitteren Sorgerechtsstreit folgte.

Dylan Farrow, die gemeinsame Adoptivtochter von Allen und Farrow, erhob Vorwürfe gegen ihren Vater, sie sei als Siebenjährige im Elternhaus missbraucht worden. Allen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Adoptivsohn Moses Farrow (heute 41) warf seiner Mutter 2018 in einem Blogeintrag vor, sie habe ihn und andere seiner Geschwister misshandelt, quasi einer Gehirnwäsche unterzogen und sie später gegen Woody Allen aufgebracht. Die Ausführungen seiner  Schwester Dylan über die von ihr beschriebene angebliche Belästigung wies er als erfunden ab. Ronan Farrow (32) schlug sich auf die Seite seiner Schwester und Mutter. Als Reporter hatte er 2017 den Skandal um sexuellen Missbrauch durch den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein mit aufgedeckt.

Nach der Trennung von Woody Allen zog sich Mia Farrow weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück. Nur gelegentlich trat sie noch vor die Kamera. Am New Yorker Broadway hatte sie 2014 einen seltenen Auftritt in dem Theaterstück „Love Letters“.

Politisch aktiv

Schon lange ist die 14-fache Mutter politisch aktiv und engagiert sich für notleidende Kinder in aller Welt. Auf Twitter ist Farrow unermüdlich. Ihre knapp 390.000 Follower versorgt sie täglich mit politischen Kommentaren, Aufrufen und Denkanstößen. Auf Instagram gibt Farrow auch Einblick in ihr Leben. Sie postet Bilder von ihrem Anwesen in Connecticut,  von ihrem Hund, den erwachsenen Kindern und ihren vielen Enkeln. Und mittendrin immer wieder Glamour-Shots der jungen Farrow, an der Seite von Regisseur Polanski oder mit Ehemann Sinatra.