Peinlich: Lugner darf Stargast nicht nennen

Menschen / 13.02.2020 • 22:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bei der Pressekonferenz kamen der Anruf und der Maulkorb.

Wien Es ist schon fast an Dramatik nicht mehr zu überbieten und Hollywood hätte es sich nicht spannender ausdenken können: Journalisten wurden zur Pressekonferenz geladen, weil Bauunternehmer Richard „Mörtel“ Lugner (87) endlich den Ersatzstargast, der ihn heuer zum legendären Opernball begleiten darf, verkünden wollte. Mit Betonung auf wollte. Denn das Management des Stars (es scheint eine Amerikanerin zu sein) hat die Pressekonferenz in letzter Sekunde gestoppt. „Ich habe gesagt, dass um 14 Uhr die Pressekonferenz ist, und der Manager hat jetzt angerufen, dass sie das nicht will“, sagte Lugner gestern in Wien.

Wenige Sekunden davor, Lugner saß bereits auf dem Podium, hatte der 87-Jährige den Anruf erhalten. „Sie will alles, was wir sagen und bei der Pressekonferenz herzeigen, das will sie alles vorher absegnen“, sagte Lugner. Bekannt ist inzwischen nur, dass Lugners Begleitung wohl kein Deutsch spricht. Im Fall einer Absage hat Lugner zwar noch weitere Optionen, aber nicht unbedingt noch sehr viel Zeit. Der Ball findet am 20. Jänner statt. „Wir haben jetzt nicht parallel verhandelt“, meinte er. Details mit einem Ersatz des Ersatzgastes müssten also binnen rund einer Woche fixiert werden. Ende Januar hatte „Mörtel“ noch Ex-Skistar Lindsey Vonn als diesjährigen Stargast präsentiert und stolz ein Nacktfoto von ihr in die Kameras gehalten. Nur zwei Tage später sagte die 35-Jährige wieder ab.

Über die Gründe darf er nicht sprechen, wie er betonte. „Sie hat gesagt, sie kommt nicht, und ich musste eine Erklärung unterschreiben, dass ich kein Wort darüber rede.“ Lugner besucht den Opernball seit 1992 mit Stargästen an seiner Seite, mit dabei waren unter anderem schon Sophia Loren, Pamela Anderson oder Paris Hilton. Mit den kostspieligen Einladungen bewirbt der 87-Jährige ein nach ihm benanntes Einkaufszentrum in Wien.

Lexus „Mörtel“ zu haben

Liebhaber extravaganter Autos finden derzeit auf willhaben einen ganz besonderen Wagen: Ein top ausgestatteter Lexus LS 460 V8. Das Besondere daran: Beim Vorbesitzer handelt es sich um Lugner. Der schwarze Lexus mit 381 PS diente dem Baulöwen jahrelang als standesgemäße Limousine. Mit dem Wagen bestritt er laut Medienberichten auch die Reisen rund um seinen Bundespräsidenten-Wahlkampf im Jahr 2016. Möglicherweise waren sogar einige seiner prominenten Ball-Gäste damit unterwegs. Der Angebotspreis ist mit 19.900 Euro angegeben.