Wahl des eigenen Anwalts

Menschen / 15.07.2021 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hunderte Unterstützer forderten in den USA Freiheit für Spears. AP
Hunderte Unterstützer forderten in den USA Freiheit für Spears. AP

Britney Spears punktet im Vormundschaftsstreit vor Gericht.

Los Angeles Popstar Britney Spears, die seit 2008 unter Vormundschaft steht, darf nun ihren eigenen Anwalt wählen. Eine Richterin in Los Angeles kam damit am Mittwoch dem erklärten Wunsch der 39-Jährigen nach. Es war eine weitere emotionale Anhörung in dem jahrelangen, juristischen Streit, der nun auf Anstoß der Sängerin Schlagzeilen macht.

Vertreten wird Spears künftig von Mathew Rosengart, der zuvor mit Klienten wie Sean Penn, Keanu Reeves und Steven Spielberg arbeitete. Er werde sich nach den Wünschen von Spears nun „schnell und aggressiv“ dafür einsetzen, ihren Vater Jamie als Vormund abzusetzen, sagte Rosengart nach der Anhörung vor der Presse. Spears, die schon vor drei Wochen in einer emotionalen Ansprache Vorwürfe gegen ihre Familie, Betreuer und Anwälte erhoben hatte, meldete sich am Mittwoch erneut per Telefon im Gericht zu Wort und griff abermals ihren 68-jährigen Vater schwer an. Sie wolle ihn wegen Vormundschaftsmissbrauchs verklagen, sagte die Sängerin nach US-Medienberichten. Sie sei bedroht worden und habe große Angst vor ihrem Vater. Stellenweise brach der Popstar in Schluchzen aus.

Keine Selbstbestimmung

Im Juni hatte Spears in einer Anhörung ein Ende der Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen, erklärte die Sängerin von Hits wie „Oops!…I Did It Again“ oder „Baby One More Time“.

Viele Prominente und Fans haben sich in den sozialen Medien unter dem Hashtag „#FreeBritney“ auf die Seite der Sängerin geschlagen.