Stürmische Zeiten im Hause Windsor

Menschen / 22.02.2022 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ärger gibt es auch für Prinz Charles. 
Ärger gibt es auch für Prinz Charles. 

Drei Prinzen sorgen für Dramen – und das innerhalb einer Woche.

London Prinz Andrew erlebt seine „endgültige Demütigung“, in Prinz Charles‘ Stiftung ermittelt die Polizei, Prinz Harry kämpft um Polizeischutz und dann erschüttert auch noch das Coronavirus das Königshaus: Mit dem Stoff der royalen Schlagzeilen aus den vergangenen Tagen hätte der britische Boulevard seine Seiten monatelang füllen können. Tatsächlich spielten sich diese Dramen in einer einzigen Woche ab. Der wohl größte Schock kam am Sonntag: Queen Elizabeth II. ist mit Corona infiziert. Die 95-jährige Monarchin hat am Dienstag auch virtuelle Termine abgsagt, sie werde aber „leichte Aufgaben“ erfüllen, teilte ein Sprecher mit.

Die Kaskade begann am Dienstag vor einer Woche, als ein Gericht in New York folgende Erklärung herausgab: „Virginia Giuffre und Prinz Andrew haben eine außergerichtliche Einigung erzielt.“ Der Vergleich ist der vorläufige Endpunkt in Andrews Missbrauchsskandal. Sein Image und seine Chancen auf eine Rückkehr ins öffentliche Leben als Royal sind dahin. Kaum war die Tinte der verdammenden Schlagzeilen getrocknet, kündigte die Londoner Polizei, im Umfeld der Royals zu ermitteln. Dabei geht es um Berichte, einem Mann aus Saudi-Arabien seien Auszeichnungen und die britische Staatsangehörigkeit im Gegenzug für Spenden in Aussicht gestellt worden. Im Zentrum der Affäre steht ein ehemals enger Mitarbeiter von Prinz Charles. Der Palast beeilte sich, jegliche Kenntnis Charles‘ von dem Vorgang zu dementieren. Reporterfragen an den Thronfolger blieben vorerst aus, denn Sturmtief „Eunice“ zwang Charles, eine Reise nach Wales abzusagen.

Stattdessen sorgte am Freitag auch noch Prinz Harry für Schlagzeilen. Weil er um die Sicherheit seiner Familie bei Besuchen in Großbritannien fürchtet, will der 37-Jährige für britischen Polizeischutz bezahlen. Harry bekam eine Abfuhr, weshalb er sich nun vor Gericht mit der britischen Regierung anlegt. Ein Anwalt des Innenministeriums warf dem Royal mangelnden Respekt vor und bezeichnete sein Zahlungsangebot als „irrelevant“. Ob das Verfahren eine Wiederannäherung von Harry und seiner Frau Meghan mit der Royal Family einfacher macht, ist fraglich.

Prinz Andrews Image ist dahin. AFP
Prinz Andrews Image ist dahin. AFP
Prinz Harry kämpft um Polizeischutz.
Prinz Harry kämpft um Polizeischutz.