Eine vornehme Angelegenheit

Menschen / 19.04.2022 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Meghan und Harry bei den Invictus Games in Den Haag. AP
Meghan und Harry bei den Invictus Games in Den Haag. AP

Europas Adel pflegt gewisse traditionelle Werte und Tugenden. Neben dem süßen Nichtstun kommt der Wohltätigkeit eine besondere Bedeutung zu.

Prinz Harry sind nach seinem Ausscheiden aus dem britischen Königshaus nicht viele Aufgaben geblieben. Doch seine 2014 gegründete Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, die Invictus Games, ist für ihn noch immer eine Herzensangelegenheit. Derzeit findet sie noch bis zum 22. April in Den Haag in den Niederlanden statt.

Harry war zweimal in Afghanistan im Einsatz und hat angedeutet, auch tödliche Schüsse abgegeben zu haben. „Meine Daumen, die ich für den Abschuss von Feinden brauche, sind gut trainiert, weil ich gerne PlayStation und Xbox spiele.“ Die Aufregung war groß.

Als Schirmherr der Invictus Games leistet Prinz Harry jedoch gute Dienste.

Sinnvolle Aufgabe

In den Königshäusern ist Gutes tun eine sinnvolle Aufgabe, nachdem den meisten das Regieren abhanden gekommen ist. „Meine Familie ist schon immer in die verschiedensten sozialen Projekte involviert, viele Projekte werden von uns gleichzeitig betreut“, erzählt mir Fürst Albert in Monaco bei der Kick Off-Veranstaltung der Special Olympics.

Besuche im Waisenhaus, in Kinderkliniken und Blindenanstalten – die meisten empfinden ihr Tun als Pflicht. Für eine Frau, die in ein Königshaus einheiratet, gehört es zum guten Ton, sich der Wohltätigkeit zu widmen. Königin Silvia von Schweden ist heute Schirmherrin von über sechzig Wohltätigkeitsorganisationen.

Und wenn es keine Charity-Veranstaltungen gäbe, ja, wer weiß, wen Prinz William dann geheiratet hätte. Denn bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung der schottischen Universität St. Andrews sieht er sie zum ersten Mal. In einer Art durchsichtiger Gardine über schwarzer Unterwäsche defiliert sie über den Laufsteg: Kate Middleton, eine Mitstudentin.

Ein Gerücht, das sich bis heute hält: William habe für seinen Sitzplatz in der ersten Reihe 200 Pfund bezahlt und sich spontan verliebt. Wie es weiterging, wissen wir . . .

 

„Als Schirmherr der Invictus Games leistet Prinz Harry jedoch gute Dienste.“

Lisbeth Bischoff ist Adelsexpertin und lebt in Dornbirn