Giftpfeile gegen Harry und Meghan

Menschen / 26.09.2022 • 21:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prinz Harry und Meghan Markle sind mittlerweile wieder nach Amerika zurück­gekehrt. ap
Prinz Harry und Meghan Markle sind mittlerweile wieder nach Amerika zurück­gekehrt. ap

Nur wenige Tage hielt der Frieden nach der Trauer um die Queen.

london Herzogin Meghan und ihr Ehemann Prinz Harry sind Vorwürfe der britischen Presse gewohnt. Eine solche Breitseite aber gab es wohl selten.

Geradezu genüsslich breitet nicht nur die Boulevardpresse eine Fülle von Anschuldigungen gegen das Paar aus, die in zwei neuen Büchern über das Innenleben des Palasts erhoben werden. Die Queen sei „verletzt und erschöpft“ gewesen von Meghans und Harrys Entscheidung, ihr royales Leben einzustellen, heißt es da etwa. Oder dass Meghan es darauf abgesehen habe, von der Royal Family abgelehnt zu werden – und deshalb keine Hilfe angenommen habe.

Kaum ist die Staatstrauer für die verstorbene Queen vorbei und das Paar in seine US-Wahlheimat zurückgekehrt, fliegen die Giftpfeile über den Atlantik. Dabei hatte die gemeinsame Trauer über den Tod von Königin Elizabeth II., der Enkel Harry sichtlich erschüttert hatte, Hoffnungen auf eine Versöhnung geweckt.

„Wenn Taten mehr sagen als Worte“, kommentierte Royals-Experte Peter Hunt einen Bericht, wonach Meghan und Harry vom Empfang für die zum Staatsbegräbnis anreisenden Staats- und Regierungschefs im Buckingham-Palast ausgeladen worden seien. Bereits als die Queen im Sterben lag, soll Charles seinen Sohn angewiesen haben, ohne Meghan anzureisen.

In der konservativen Presse hingegen werden persönliche Vorwürfe gegen den 38-Jährigen breitgetreten. Harry sei „genauso abwesend“ wie Meghan gewesen und habe „gemeine“ E-Mails an ranghohe Mitarbeiter geschrieben, zitierte etwa die „Sun“ aus dem neuen Buch des früheren Royals-Reporters der „Times“, Valentine Low. Darin betont Low immer wieder, wie unhöflich sich Meghan und Harry gegenüber Mitarbeitern verhalten hätten. Diese hätten die Herzogin als „narzisstische Soziopathin“ verurteilt. 

Die heftigen Vorwürfe zeigen, wie sehr es weiterhin innerhalb des engsten Kreises der königlichen Familie kriselt. Dass die konservative Presse die Vorwürfe gegen den Queen-Enkel so genüsslich ausbreitet, könnte eine Art Vorwärtsverteidigung sein. Denn schon bald werden Harrys Memoiren erwartet, in denen wieder scharfe Attacken gegen den Palast befürchtet werden.

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