Désirée Alge hat den Traum der eigenen Hundeschule verwirklicht

Désirée Alge erfüllt es, Menschen und Hunde wieder zueinander zu führen. Sie freut sich über die positiven Veränderungen, die sie bewirken kann.
Dornbirn “Wir haben uns immer darüber unterhalten, wie cool es wäre, wenn wir selbst eine Hundeschule hätten”, sagt die 28-Jährige. Aus der Fantasie wurde Realität, sie und eine Freundin haben 2020 gemeinsam die “Hundekunde” gegründet.

“Hunde haben es mir angetan”
Das Verhalten von Hunden hat sie schon immer interessiert, erzählt die Hundetrainerin. Sie ist mit vielen Tieren, darunter Hunden, Hasen und Enten aufgewachsen. “Hunde haben es mir einfach angetan”, sagt sie. Désirée Alge hat die Fernstudien “Hundeverhaltenstherapeutin” und “Hundeverhaltensberatung” über die ATN gemacht.
Labrador Sammy
Sammy, ein sechsjähriger Labrador Rüde, ist der treue Begleiter von Désirée Alge. Durch ihren Sammy hat sie auch viel gelernt, erzählt die Hundetrainerin, er war ein kleiner Teufel, als sie ihn bekommen hat. “Er hat mir auch gezeigt, dass nicht alles so ist, wie es im Lehrbuch steht und man individuell auf jeden Hund eingehen muss”, erklärt sie.

Mensch und Hund zueinander führen
Es gebe keine zwei Termine der Dornbirnerin, die gleich sind, und das mache das Ganze so spannend. Désirée Alge gibt Einzelstunden, Kurse und Sozialkontaktstunden, die meistens Abends oder am Wochenende stattfinden.

Immer wieder kommen Besitzer mit “Problemhunden” in die Hundeschule. Oft ist die Hoffnung, dass es wieder gut wird, schon etwas verloren. Diese Hunde und Besitzer werden dann über einen längeren Zeitraum begleitet. Die ersten Verbesserungen wahrzunehmen, sei sehr schön. “Es macht mich richtig glücklich, wenn wir den Hunden helfen konnten”, sagt die 28-Jährige. Von Seiten der Besitzer spürt sie viel Dankbarkeit und auch den Hunden geht dann besser.

Persönlicher Trainingsansatz
“Nach dem Studium bin ich in den Job gestartet und habe mir gedacht, ich möchte so positiv wie möglich trainieren”, erklärt die Hundeverhaltensexpertin. Doch mit der Zeit hat sie gemerkt, dass Belohnungen nicht immer der richtige Weg sind. Manchmal brauche es einfach auch Grenzen.
Außerdem versucht Désirée Alge beim Training das Verhalten von Hunden durch Beispiele am Menschen zu erklären. Manche Besitzer seien, obwohl sie sich Hilfe gesucht haben, etwas “beratungsresistent”. Da achtet die Hundetrainerin besonders darauf, zu erklären, warum etwas so gemacht wird.

Die Dornbirnerin findet es auch besonders wichtig zu verstehen, warum der Hund sich so verhält. Nur wenn man das versteht, weiß man, wie man seinem Vierbeiner am besten helfen kann. “Ein Hund kann den Alltag echt wahnsinnig erschweren, aber wenn es gut läuft, kann er ihn auch umso schöner machen”, sagt die 28-Jährige. Mittlerweile nimmt sie ihren Sammy teilweise auch zu Stunden in die Hundeschule mit. Dabei hilft er ihr zum Beispiel, Begegnungen mit Hunden zu üben oder Dinge vorzuzeigen.

Die 28-Jährige beschreibt sich als wissbegierig und neugierig. Sie hat noch einige Ziele, eines davon ist, sich weiterzubilden. Doch mit ihrem Job ist Désirée Alge schon sehr zufrieden: “Ich bin definitiv auf dem richtigen Weg und das erfüllt mich”.
Zur Person
Désirée Alge
Geburtstag 16.07.1995
Hobbies mit dem Hund spazieren, Kraftsport, Wandern, Freunde treffen
Motto Einfach mal machen