Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: “Wir sind sehr traurig.”

Menschen / 08.08.2024 • 13:56 Uhr
Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: "Wir sind sehr traurig."
Saskia Heel hatte Karten für das Konzert. heel

Rund 190.000 Fans wurden von der Absage enttäuscht. Die VN haben mit einer betroffenen Vorarlbergerin gesprochen sowie mit einer Konsumentenschützerin.

Bregenz, Wien “Wir sind sehr traurig, tatsächlich sind schon ein paar Tränen heruntergekullert”, sagt Saskia Heel. Die Vorarlbergerin wäre mit ihrem Verlobten dieses Wochenende nach Wien zum einen von den drei Konzerten des US-amerikanischen Superstars Taylor Swift gefahren. “Wir hatten Karten für den Samstag. Wir haben sie schon beim Vorverkauf im Winter ergattert und das war sehr schwer”, sagt Heel. So wie ihnen geht es momentan auch rund 190.000 anderen Swifties (Swifites ist die Bezeichnung für Taylor Swift Fans).

Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: "Wir sind sehr traurig."
Sie war überrascht, als sie von der Absage des Konzertes erfahren hat. heel

Die Konzerte des Popstars wurden aufgrund Terrorverdachts abgesagt, nachdem zwei Verdächtige in Wien und in Ternitz vor ein paar Tagen festgenommen wurden. Es hieß, die Verdächtigen hätten einen Anschlag auf die Veranstaltung geplant. “Es ist echt traurig. Wir sind zwar keine Hardcore-Siwfites, aber es macht uns sehr traurig, vor allem für die Tausende, die sie seit Jahrzehnten hören”, betont die Bludenzerin. Für das Konzert hat sie extra ihren Urlaub rund um das Ereignis gelegt. “Ich arbeite nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende. Wir haben alles freigeschaufelt, dass wir dort hingehen und das Konzert genießen können.”

Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: "Wir sind sehr traurig."
Die Vorarlbergerin geht trotzdem nach Wien und macht das Beste aus der Situation. heel

Auch das Zugticket wurde bereits gebucht. “Es steht noch in den Sternen, was wir machen, aber wahrscheinlich fahren wir schon nach Wien und machen das Beste daraus”, erklärt Saskia Heel. Doch auch die Situation macht die Vorarlbergerin etwas nachdenklich. “Es ist ein wenig komisch nach Wien jetzt zu fahren, weil ich das Gefühl habe, man weiß nicht, was dieses Wochenende dort passiert. Es sind auf jeden Fall gemischte Gefühle.” Die Sicherheit geht vor, das ist auch Heel bewusst. Dennoch ist die Enttäuschung da, über das abgesagte Konzert. “Dass es keine Möglichkeit gibt, Taylor in einer anderen Stadt zu sehen und ohne etwas Persönliches zu bekommen, tut schon weh, muss ich sagen.”

Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: "Wir sind sehr traurig."
Schon im Winter beim Vorverkauf hat sie die Tickets gekauft. heel

Der Veranstalter Barracuda Music hat die drei Konzerte ohne Ersatztermin abgesagt. Die Ticketkosten werden den Swifties jedoch innerhalb von zehn Tagen rückerstattet. Falls die Karte über ein Kartenbüro gekauft wurde, solle man dieses kontaktieren. “Für ein Pauschalarrangement mit Ticket samt Hotel und Anreise gibt es ebenfalls das Geld zurück”, informiert AK-Konsumentenschützerin Angelika Wurzer. Wer also ein Gesamtpaket, wie Ticket, An- und Abreise sowie Übernachtung, bei einem Veranstalter gebucht hat, kann die Reise stornieren. „Wir raten, mit dem Veranstalter Kontakt aufzunehmen und schriftlich zu stornieren und den kompletten Preis zurückzufordern.” Dies sei rechtskonform, da ein wesentlicher Bestandteil der Reise fehlt – nämlich das Konzert. Anders sieht es bei individuell gebuchten Übernachtungen sowie Anreisen aus. “Wer sich privat ein Zugticket zur An- und Abreise oder ein Hotel für die Übernachtung gebucht hat, für den gelten die normalen Stornierungsbedingungen, die in den Geschäftsbedingungen vermerkt sind“, sagt Wurzer. Die ÖBB hat jedoch am Donnerstagnachmittag verkündet, dass die Fahrscheine, die für die An- und Rückreise zu den Taylor-Swift-Konzerten in Wien (mit Geltungsdauer 08.-11.08.2024) aus Kulanzgründen erstattet werden. Diese können an den Ticketschaltern in den ÖBB Reisezentren retourniert werden.

Nach abgesagtem Taylor Swift Konzert: "Wir sind sehr traurig."
Angelika Wurzer von der AK hat die Antworten. AK Kärnten/Helge Bauer