Die Stille der Erhabenheit

KunstVorarlberg lud zur Ausstellungseröffnung in die Villa Claudia.
Feldkirch Unter dem Titel “Stimmungen in Landschaften und Porträt” wurde am Donnerstagabend in der Villa Claudia eine Ausstellung mit Arbeiten von Chantal Boso, David Salzgeber und Gerhard Rasser eröffnet.

Vernissageredner Thomas Schiretz ging in seiner Einführung näher auf die Werke der drei Kunstschaffenden ein und stellte einen verbindenden Gedanken in den Mittelpunkt: “Die Arbeiten haben die Geste des stillen Erschauerns gemeinsam.” In Kunst und Philosophie, so Schiretz, bezeichne dieser Begriff jenen Moment, in dem der Mensch mit etwas konfrontiert werde, das seine Vorstellungskraft übersteigt.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

In einer Zeit, in der schrille Konzeptkunst, technologisch erweiterte Verfahren und KI-Experimente den Diskurs prägen, bleiben Chantal Boso, David Salzgeber und Gerhard Rasser bewusst dem Malerischen treu. Ihre Arbeiten sind handwerklich präzise, gegenständlich und sinnlich und setzen damit ein stilles, aber deutliches Zeichen.

Ihre Werke sind der Schönheit, der Harmonie und dem Erhabenen zugewandt, ohne dabei Brüche, Leerstellen oder Mehrdeutigkeiten auszublenden. Vielmehr eröffnen sie Räume, in denen die Vernissagebesucher, darunter zahlreiche Künstler wie Birgit Konzett, Evelyn Fricker, Christine Lingg, Ewald Hotz, Franziska Stiegholzer, Harald Gfader, Guntram König und Gabriele Bösch, ihr eigenes Verständnis von Wirklichkeit entwickeln konnten.






