Fiona aus Partenen debütiert beim Opernball: “Ein Traum ist in Erfüllung gegangen”

Am Donnerstag geht der Ball der Bälle über die Bühne. Mittendrin: die Vorarlbergerin Fiona Tschofen und ihr Tanzpartner Marcus Meysel, die Teil des Jungdamen- und Jungherrenkomitees sind.
Wien, Partenen Heute, Donnerstag, heißt es in der Wiener Staatsoper wieder: “Alles Walzer!” Der Opernball geht zum 68. Mal über die Bühne und gilt als das größte und prestigeträchtigste gesellschaftliche Ereignis Österreichs. Mehr als 5000 Ballgäste schwingen vor Ort das Tanzbein und Millionen von Zuschauern werden das Spektakel vor ihren Fernsehbildschirmen verfolgen.

Zum alljährlichen Höhepunkt des Wiener Opernballs zählt auch der feierliche Einzug und die Tanzdarbietung des Jungdamen- und Jungherrenkomitees. Laut den Veranstaltern haben sich in diesem Jahr so viele Tanzpaare wie noch nie beworben. Rund 600 Paare aus dem In- und Ausland hofften darauf, einen der begehrten Debütantenplätze zu ergattern. Platz gibt es am Ende nur für insgesamt 160 Tanzpaare.
In die Riege der Debütanten schafften es auch Fiona Tschofen (25) aus Partenen und ihr Tanzpartner Marcus Meysel (24). “Wir haben uns bereits zweimal beworben”, erzählt Fiona Tschofen. “In diesem Jahr haben wir es nochmals versucht und ein Video eingeschickt. Wir sind überglücklich, dass es diesmal geklappt hat. Aller guten Dinge sind drei”, freut sich die 25-Jährige.

Das Paar, das erst kürzlich sein Studium an der TU in Wien abgeschlossen hat, steht schon seit fünf Jahren gemeinsam auf dem Tanzparkett. “Das Tanzen ist eine Leidenschaft von uns, die wir teilen”, sagt Tschofen.
Für Fiona Tschofen geht mit der Teilnahme am Wiener Opernball ein Kindheitstraum in Erfüllung. “Ich habe mit zwölf Jahren eine Dokumentation über den Opernball gesehen”, erinnert sie sich. Darin kam eine ältere Frau zu Wort, die 50 Jahre zuvor selbst Debütantin gewesen war. “Sie hat mit so viel Freude von diesem Abend erzählt und ihre Erinnerungen geteilt.” Dieser Moment ließ Fiona Tschofen nicht mehr los. “Von da an wusste ich: Das möchte ich auch einmal machen.”
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Hinter den jungen Tänzern liegen intensive Probentage. Der Linkswalzer und die Choreografie sollen am besagten Abend schließlich perfekt sitzen. “Letzten Samstag und Sonntag hatten wir den ganzen Tag Proben”, erzählt Tschofen. Für alle Paare ohne Hauptwohnsitz in Wien gab es eine eigene Probe: In nur drei Stunden studierten sie das komplette Programm ein, für das die anderen drei Tage Zeit hatten. “Es war sehr intensiv”, sagt Fiona schmunzelnd. “Aber die Probe ist gut gelaufen und wir fühlen uns sehr gut vorbereitet.”

Bevor es für die Debütanten ans Eingemachte geht, steht am Donnerstagmittag der Friseurtermin auf dem Programm. Bei ihrem großen Auftritt wird Fiona Tschofen eine funkelnde Tiara tragen, die Swarovski-Kreativdirektorin Giovanna Engelbert entworfen hat.
Ein bisschen Nervosität kann sie sich nicht verkneifen. “Letztes Jahr sind 18 Paare bei der Generalprobe umgekippt. Weil wir lange Stehzeiten haben, hat man uns geraten, davor genügend zu trinken und zu essen. Es wird schon schiefgehen”, gibt sich die 25-Jährige optimistisch. Am Ende überwiegt bei Tschofen die Vorfreude: “Es wird ein einmaliges Erlebnis.”
Wiener Opernball: Donnerstag, 12. Februar 2026, ab 20.15 Uhr in ORF 2