„Das macht uns sehr viel Hoffnung“ – Drei Vorarlberger bringen smarten Medikamentenspender auf den Markt

Köpfe von morgen 2026: David Abel (27) aus Damüls, Philipp Severin (26) aus Lustenau und Alexander Ulmer (26) aus Thüringen haben einen intelligenten Medikamentenspender am Start.
Dornbirn Langsam, aber sicher wird es ernst für „Balu“. Der smarte Medikamentenspender steht kurz vor der Serienfertigung. „Wir hoffen, dass wir ab Herbst ausliefern und die Vorbestellungen bedienen können“, erläutert David Abel. Der 27-jährige Damülser ist gemeinsam mit Philipp Severin (26) aus Lustenau und Alexander Ulmer (26) aus Thüringen Gründer des HealthTech-Startups Balu.

Balu, benannt nach dem Bären aus dem „Dschungelbuch“, soll pflegende Angehörige oder Betreuer entlasten und älteren Menschen die Einnahme von Medikamenten erleichtern. Kennengelernt haben sich die drei Vorarlberger während ihres Studiums an der TU Graz. Die Idee entstand vor über zehn Jahren aus einer persönlichen Erfahrung: David Abel wollte seiner Mutter, die mehrere Angehörige pflegte, den Alltag erleichtern.

Aktuell läuft die Testphase. Zehn Geräte sind bei der Stadt Graz im Einsatz, vier weitere gehen im März an die Spitex in Liechtenstein. Auch die Oma von Philipp Severin hat eine Box zu Hause. Oberstes Ziel bei der Entwicklung war, ein Gerät zu schaffen, das wirklich jeder bedienen kann. Der Spender, in dem Medikamente für eine Woche vorbereitet werden können, erinnert zur richtigen Zeit durch ein Licht- und Tonsignal an die Einnahme. Die Ausgabe erfolgt einfach per Knopfdruck. Die Angehörigen oder Betreuer werden über WhatsApp benachrichtigt.

Vor Kurzem ist das Startup von Graz nach Vorarlberg übersiedelt, demnächst beziehen die drei Gründer ein Büro in Röthis. „Bisher läuft es echt gut. Das Feedback ist durchaus positiv, vor allem erkennen die Leute auch, dass sie genau so etwas brauchen und dass es eine große Hilfe im Alltag ist. Das macht uns sehr viel Hoffnung und ist cool zu hören“, erzählt David Abel.
