Lorenz Thoma berührt Hospizgäste mit Herz und Gitarre

Köpfe von morgen 2026: Sein Einsatz hob den 19-jährigen Schwarzacher Lorenz Thoma landesweit unter den Zivildienern hervor.
Darum geht’s:
- Lorenz Thoma ist Vorarlbergs „Zivildiener des Jahres 2025“.
- Mitarbeiter schätzten ihn aufgrund seiner Verlässlichkeit und Empathie.
- Er erfreute Gäste mit Gitarrenspiel.
Bregenz Lorenz Thoma zeichnete sich im vergangenen Jahr im Hospiz am See in Bregenz durch hohes Engagement aus. Er bereitete den Gästen – so werden dort die Patienten genannt – große Freude durch sein Gitarrenspiel und einfühlsame Gespräche. Die Mitarbeiter hoben seine Verlässlichkeit und vorausschauende Arbeitsweise hervor. Weil nach seinem Zivildienst nicht sofort ein Ersatz gefunden wurde, erklärte sich der 19-jährige Schwarzacher bereit, drei weitere Monate als Ferialpraktikant tätig zu sein. Aufgrund dieses Engagements wurde er zum Vorarlberger “Zivildiener des Jahres 2025” ernannt.


Musik verbindet
Als “wahnsinnig empathisch, taktvoll und ohne Berührungsängste” wird Thoma von den Mitarbeitern des Hospizes beschrieben. Seine Aufgaben waren vielfältig: von Botengängen und der Mithilfe in der Hauswirtschaft bis hin zur Unterstützung bei Gedenkfeiern für Angehörige. Doch zu seiner Lieblingstätigkeit zählte der direkte Kontakt mit den Gästen.


“Ich ging mit ihnen spazieren, führte teilweise sehr intime Gespräche und spielte ihnen etwas mit der Gitarre vor”, erzählt der jetzige Tontechniker, der neben der Arbeit in den zwei Bands “Fuel for Insanity” und “Ersatzbank” spielt. “Manche Gäste waren von der Musik so berührt, dass ihnen die Tränen gekommen sind.”

Als besonders bereichernd waren für ihn die Momente, in denen er jemandem einen letzten Wunsch erfüllen konnte. “Es waren kleine Dinge, die den Menschen noch sehr viel Freude bereitet haben”, erinnert er sich. Zum Beispiel noch einmal an den See gehen, das Lieblingseis essen oder Lotto spielen. “Ich habe versucht, ihnen die verbleibende Zeit noch so schön wie möglich zu gestalten.”

