Vom Flüchtling zum Informatik-Ausnahmetalent: Tymofii Nosov (18) auf der Überholspur

Köpfe von morgen 2026: Er floh aus der Ukraine und glänzt heute mit Spitzenleistungen. Tymofii Nosov (18) aus Dornbirn entwickelte eine App für die Deutsche Bahn, gewann Preise bei internationalen Wettbewerben und spricht sechs Sprachen.
Darum geht’s:
- Tymofii Nosov lernte Deutsch aus eigenem Interesse vor der Flucht.
- Entwickelte App zur Baustellenautomatisierung für Deutsche Bahn.
- Entwickelt im Team „MathGraph-App“ im Entrepreneurship-Freifach.
Dornbirn Tymofii Nosov flüchtete vor vier Jahren aus der Ukraine nach Österreich und zählte innerhalb kürzester Zeit zu den besten Schülern. Als der heute 18-Jährige in die Mittelschule Zwischenwasser kam, konnte er dem Unterricht sofort folgen, da er sich bereits zuvor in seinem Heimatland aus reinem Interesse mit der deutschen Sprache beschäftigt hatte. Ein halbes Jahr nach seiner Ankunft kam er an die HTL Dornbirn mit dem Schwerpunkt Informatik. Trotz vollständig belegter Plätze erhielt er dort aufgrund seiner hohen Intelligenz kurzfristig noch einen Schulplatz.

Zahlreiche Spitzenleistungen
In den vergangenen vier Jahren an der HTL konnte Nosov, der mittlerweile in Dornbirn wohnt, viele Errungenschaften verzeichnen. In seinen insgesamt 19 Wochen Praktikum entwickelte er zum Beispiel eine App zur Baustellenautomatisierung, die von der Deutschen Bahn AG beim Bau des Bahnhofs “Neues Werk Cottbus” eingesetzt wurde.
Bei der “Österreichischen Informatikolympiade” schaffte er es auf den 19. Platz und im Team gewann er Auszeichnungen bei “Jugend Innovativ” und der ECER (“European Conference of Educational Robotics”). Darüber hinaus initiierte er gemeinsam mit einer Lehrperson das Freifach “Mathematik-Olympiade”. Insgesamt besucht er vier Freifächer, wobei er in drei davon Teamleiter ist.

In dem Entrepreneurship-Freifach entwickelt Nosov im Team die sogenannte “MathGraph-App”, die die komplexe Graphentheorie, die unter anderem in Google Maps eingesetzt wird, leicht verständlich macht. “Unser Ziel wäre es, dass sie im Bereich Bildung, zum Beispiel im Unterricht, eingesetzt wird.”
