Weltcupsieg mit 17: Zwischen Schulbank und Downhill-Rennstrecke

Köpfe von morgen 2026: Die Kontrolle verliert sie nie, auch wenn sie mit über 60 km/h über Wurzeln springt und durch Steinfeld fliegt. Lina Frener (17) aus Bregenz sorgt in der Downhill-Elite für Aufsehen.
Von Simon Bitriol
Bregenz Ihr Fahrstil: aggressiv, furchtlos, kompromisslos. Ihr Ziel: ganz oben. Den ersten großen Beweis lieferte die erst 17-jährige Bregenzer Downhillfahrerin Lina Frener im vergangenen Sommer in Loudenvielle. Im Südwesten Frankreichs, an der spanischen Grenze, raste sie zu ihrem ersten Weltcupsieg der Juniorinnenklasse. Kurze Zeit später verpasste sie bei der Weltmeisterschaft als Vierte nur knapp das Podest. Für Lina Frener war das dennoch der Durchbruch.

Was nach Leichtigkeit aussieht, ist das Resultat aus unermüdlichem Training und einer Kindheit, die früh aufs Rad führte. Als Kind stand sie auf dem BMX, ihr Vater war schlussendlich ausschlaggebend für die Begeisterung für Geschwindigkeit und Risiko, und so fand sie in den Downhill-Sport. Dass sie mehr als nur Talent besitzt, sieht auch Greg Minaar. Der Südafrikaner, der nach Weltcup-Siegen erfolgreichste Downhillfahrer aller Zeiten, hat Frener in sein “Norco Racedivision”-Team geholt. Seitdem fährt sie unter seiner Teamflagge von Erfolg zu Erfolg.
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Lina ist aber nicht nur Sportlerin, sondern auch noch Schülerin. Sie besucht das Sportgymnasium Dornbirn und meistert den Spagat zwischen Hausaufgaben, Schularbeiten und Weltcupstress. Wenn sie Rennen fährt, muss sie den verpassten Unterrichtsstoff eigenständig nachholen. Eine Doppelbelastung, die sie aber gerne auf sich nimmt, um ihrem großen Ziel, Downhillprofi zu werden, einen Schritt näher zu kommen.