Zwischen Vision und Wirklichkeit – Theo Weidmanns Beitrag zur Informatik von morgen

Köpfe von morgen 2026: Aus einer simplen Emoji-Nachricht wurde für Theo Weidmann (25) aus Feldkirch der Startpunkt einer Informatik-Karriere. Heute promoviert er an der ETH Zürich und ist dort in der Informatikforschung tätig.
Von Silja Dietrich
Feldkirch, Zürich Es beginnt nicht mit einem großen Traum, nicht mit einem Mentor, der Talent erkennt. Es beginnt mit einer simplen Emoji-Nachricht auf seinem Handy. “Ich habe mir gedacht, ist das wie so eine Art Code?”, erzählt Theo Weidmann. Dieser Moment brachte ihn dazu, als Schüler eine eigene Programmiersprache auf Basis von Smileys zu entwickeln – der Startpunkt eines Weges, der ihn bis heute prägt.

Vom Hobby zur Berufung
Für den gebürtigen Feldkircher war Informatik nie eine Trennung zwischen Hobby und Beruf. “Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht”, sagt er. Er findet Begeisterung in der Freiheit, allein mit Ideen und Code Neues zu erschaffen – nur mit Vorstellungskraft und Tastatur. Nach dem Master erhielt Weidmann eine Stelle bei Oracle in Zürich – ein Moment, der ihn stolz machte. Besonders, weil er als Kind bereits mit Java programmiert hatte. “Plötzlich war ich am anderen Ende, wo die Programmiersprache hergestellt wird.” Ein Kreis, der sich schloss.
Heute promoviert er an der ETH Zürich. Sein Alltag besteht aus Forschung, Implementierung, empirischen Studien und Arbeit mit Studierenden. Ob er später in der Wissenschaft bleibt, lässt er offen: “Ich glaube, es ist nicht gut, sich da Scheuklappen aufzusetzen.”

Ein Blick auf die Informatik von morgen
Inhaltlich verfolgt er eine klare Vision: Programmieren zugänglicher machen und Computer sinnvoller einsetzen. “Programmieren muss nicht aussehen wie in der Matrix.” Gleichzeitig möchte der 25-Jährige, dass Computer monotone Routinen automatisieren, statt Menschen damit zu belasten.