Weshalb Rosen, Blumen und Tiere die Namen von Royals tragen

Mit dem Charisma einer bekannten Persönlichkeit zum Marktwert.
Schwarzach Rosen werden gerne nach Prominenten und vor allem auch nach Adeligen benannt. Durch renommierte Namen soll Aufmerksamkeit erzeugt und dadurch der Verkauf gefördert werden. Zudem wird dem Gewächs ein emotionales Image verpasst. So trägt eine weiße, leicht rosa angehauchte Rose den Namen “Prinzessin Diana”. Auch ihre Schwiegertochter Catherine, Princess of Wales, hat mit der korallenrosa Floribunda eine eigene Blume: “Catherine’s Rose” ist bekannt für ihren intensiven Duft mit einem Hauch von türkischem Honig und Mango. Die Ehre wurde Catherine zuteil, um ihre Arbeit für die “unglaubliche Heilkraft der Natur” zu würdigen und wichtige Spenden für die Krebsbehandlung zu sammeln.

Nicht verwunderlich, dass die Rose, die im Volksmund “Königin der Blumen” genannt wird, auch den Namen einer Königin trägt. Die 2022 verstorbene Queen Elizabeth II. ist Namensgeberin der bereits 1954 gezüchteten Floribundarose “The Queen Elizabeth”. Hervorstechend neben der edlen Knospenform ist die silbrigrosa Blütenfarbe. Nach Anfrage willigt sie sofort ein, dieser Rose ihren königlichen Namen zu leihen. Beide, die Queen und die Rose, erreichen einen außergewöhnlichen Bekanntheitsgrad.
Aber auch umgekehrt funktioniert die Namensgebung, wie man an der Strelitzie sieht. Die Blume wird im Jahr 1773 vom Leiter des Botanischen Gartens in London, Joseph Banks, von Südafrika nach Europa gebracht. Die britische Königin Sophie Charlotte ist Namensgeberin. Sie ist eine geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz. Und somit wird aus der auffallenden Erscheinung mit tropischem Aussehen die Strelitzie.

Eine weitverbreitete Annahme ist, dass viele Tierarten im 19. Jahrhundert nach unserem Kaiser Franz Joseph benannt sind. So soll er auch für die in Südostasien und Papua-Neuguinea beheimatete Fächertaube Namensgeber sein. Aber leider nein. Sie wird nach der britischen Königin Victoria (1819–1901) benannt. Als die Art um 1844 von europäischen Ornithologen entdeckt wird, regiert Victoria das britische Weltreich. Die fächerartigen Federn auf dem Kopf der “Victoria Crowned Pigeon” beziehen sich auf die königliche Krone. Sie gilt mit ihren 2,5 Kilo und der majestätischen Größe von 80 cm (etwa wie ein einjähriges Kind) als die größte Taube der Welt.
Fünf Jahre Blick hinter die Palastmauern
Seit über 50 Jahren ist Lisbeth Bischoff (70) mit den Stars auf Du und Du und weiß, was sich bei den Royals hinter den Palastmauern abspielt. Diese Erfahrung brachte die in Dornbirn lebende Journalistin und Adelsexpertin auch in ihre Kolumnen für die VN ein, die sie fünf Jahre lang regelmäßig verfasste. In weit mehr als 100 Kolumnen schrieb sie im VN-Adelsgeflüster über Hochzeiten, persönliche Begegnungen mit Royals, aber auch über Skandale und überraschende Wendungen in den europäischen Königshäusern. Dabei ordnete sie das Geschehen ein, lieferte Hintergründe und machte die Welt des Adels für die Leser nachvollziehbar. Mit dieser Kolumne endet ihre langjährige Autorentätigkeit für die VN. Die VN bedanken sich herzlich für die vielen Jahre, in denen sie den Lesern Einblicke in die Welt der Royals ermöglicht hat.