GReeeN und der Klang des Sommers

Die Poolbar verbindet große Bühne mit niederschwelligen Formaten.
Feldkirch Mit GReeeN und einer Reihe vielgestaltiger Formate setzt das Poolbar Festival in seiner aktuellen Programmrunde markante Akzente und öffnet zugleich den Raum für ein Sommererlebnis, das weit über klassische Konzertabende hinausreicht und sich bewusst zwischen Pop, Kabarett und niederschwelliger Festivalatmosphäre entfaltet.
Am 8. August steht mit GReeeN ein Künstler auf der großen Open-Air-Bühne, der wie kaum ein anderer für eine neue Form von Selbstermächtigung in der Musikszene steht. Der „Mainstream-Indie-Star“, der sich jenseits etablierter Strukturen entwickelt hat, wurde spätestens mit dem viralen Erfolg seines Songs „Panama“ im Jahr 2024 einem breiten Publikum bekannt. Seine musikalische Handschrift speist sich aus unterschiedlichen Quellen, reicht von frühen Battlerap-Ansätzen über Reggae-Einflüsse bis hin zu einem eigenständigen, melodisch geprägten Stil, der erzählerische Leichtigkeit mit positiver Grundhaltung verbindet. Ohne Major-Label hat sich GReeeN eine beachtliche Reichweite aufgebaut, getragen von digitalen Plattformen und einer eng verbundenen Community. Seine Konzerte gelten als energievoll und nahbar, als gemeinschaftliche Erfahrung zwischen Bühne und Publikum.

Für einen Abend zwischen Religion, Wissenschaft und persönlicher Biografie sorgt am 23. Juli der durch seine Paraderolle als „Der Kaiser“ bekannte Robert Palfrader. In seinem ersten Solo-Programm verarbeitet der Wiener Kabarettist und Schauspieler seinen Weg vom katholischen Klosterschüler zum Atheisten und verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und philosophischen Fragen. Dabei entstehen Erzählungen zwischen Humor, Selbstreflexion und überraschender Tiefe.
„Super Single Sarah“
Ein Fixpunkt bleibt der Tagebuchslam, der am 30. Juli bereits zum zwölften Mal stattfindet. Hier werden private Aufzeichnungen aus Jugendjahren öffentlich gemacht, oft unfreiwillig komisch, manchmal berührend, stets geprägt von einer direkten, unverstellten Ehrlichkeit. Das Publikum übernimmt die Rolle der Jury, doch im Zentrum steht die kollektive Erfahrung eines Formats, das Kabarett, Lesung und Selbstironie miteinander verschränkt.
Mit Sarah Scharl ist am 6. August zudem eine junge Stimme der österreichischen Stand-up-Szene vertreten. In ihrem Programm „Super Single Sarah“ verbindet die in Wien lebende gebürtige Montafonerin persönliche Erfahrungen mit pointierten Beobachtungen über Dating, Beziehungen, Feminismus und das Erwachsenwerden zwischen Landkindheit und Großstadtleben.
Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Formate bei freiem Eintritt, die das Festivalgelände auch tagsüber beleben. Der sonntägliche Jazzbrunch hat sich als beständiger Publikumsmagnet etabliert und verbindet Live-Musik mit kulinarischem Angebot unter freiem Himmel. Das Poolquiz, das seit Jahren wöchentlich stattfindet, zieht mit seinem spielerischen Wettbewerb und gemeinschaftlichen Charakter regelmäßig hunderte Teilnehmer:innen an. Formate wie Wohnzimmer Sessions oder Sound@V erweitern das Spektrum und schaffen niederschwellige Zugänge zu Musik und Begegnung.