Von Zara bis zum 15.000-Euro-Armband: Hohenemserin hat mit Secondhand große Pläne

Mit ihrem Secondhand-Fashion-Pop-up “Deuxième” hat sich Aylin Sophia Sari in Vorarlberg einen Namen gemacht. Nun geht sie den nächsten Schritt.
Hohenems Mit ihrem Secondhand-Konzept “Deuxième” war Aylin Sophia Sari bereits an vier verschiedenen Standorten in Vorarlberg zu Gast. Nun geht die 29-Jährige den nächsten Schritt. Noch im November möchte die Hohenemserin, die ihre Ausbildung an der Modeschule in Wien absolvierte, ihren eigenen Online-Shop eröffnen. “Vorarlberg ist einfach sehr klein. Ich wollte das Ganze größer denken und auch Menschen außerhalb Vorarlbergs ermöglichen, ein cooles Piece zu ergattern”, erzählt Sari.

Ihrem bisherigen Konzept möchte sie dabei treu bleiben und sich vom verstaubten Secondhand-Image abheben. Statt einer großen Auswahl soll es im Online-Shop eine kleinere, sorgfältig zusammengestellte Kollektion geben. “Der Boutique-Charakter soll auf jeden Fall erhalten bleiben”, sagt Sari, die ihre Ware im DACH-Raum verschicken möchte.

Bei der Auswahl der Kleidungsstücke schaut Sari ganz genau hin. “Ich möchte kein Flohmarkt sein”, betont die Inhaberin einer Werbeagentur. Jedes Stück wird im Vorfeld sorgfältig ausgewählt. An Anfragen von Menschen, die ihre Kleidung über “Deuxième” weiterverkaufen möchten, mangelt es ihr nicht. Doch nicht jedes Stück schafft es in die Auswahl. Besonderen Wert legt die modebegeisterte Hohenemserin auf Qualität und Zustand. “Viele Kleidungsstücke wurden kaum getragen, manche sogar nur ein einziges Mal. Man soll nicht das Gefühl haben, dass man mit einem Kauf von Second-Hand-Mode einen Kompromiss eingeht”, betont sie. Neben Marken wie Zara und COS finden sich auch Luxuslabels wie Gucci und Chanel im Sortiment.

Laut Sari ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Die Preise beginnen bei rund 45 Euro. “Inzwischen sind auch einige höherpreisige Stücke dazugekommen, die teilweise 50 bis 70 Prozent günstiger angeboten werden”, berichtet sie. Das derzeit teuerste Stück ist ein mit zehn Diamanten besetztes Cartier-Armband, das bei “Deuxième” für stolze 15.000 Euro den Besitzer wechseln soll. Der Neupreis liegt bei 20.000 Euro.

Auch wenn Sari mit ihrem Online-Shop künftig ein größeres Publikum erreichen möchte, sollen die Pop-ups weiterhin ein fester Bestandteil von “Deuxième” bleiben. Das Besondere daran ist für sie das Gesamterlebnis. “Man kommt zusammen, trifft Leute, es gibt Musik und Drinks. Hier bekommt Shopping einen Eventcharakter, den viele Kunden sehr schätzen.”

Für ihre Veranstaltungen sucht sie bewusst leer stehende Räumlichkeiten, die sie für kurze Zeit in Secondhand-Boutiquen verwandelt. Am 11. und 12. Dezember steht bereits die nächste Veranstaltung auf dem Programm. Diesmal gastiert “Deuxième” in der Jahnstraße 13–15 in Bregenz und macht gemeinsame Sache mit dem “Erste Liebe”-Café.
Der Online-Shop wird im November eröffnet; Anmeldungen zum Newsletter mit den aktuellsten Infos unter: deuxiemevlbg.com;

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