Wieder mehr tödliche Unfälle in Österreich

Mobilität / 19.04.2022 • 17:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bei einem Verkehrsunfall im Kärntner Bezirk Spittal/Drau sind am Ostersonntag, 17. April 2022, ein Mann (38) und eine Frau (34) getötet und ein Mann schwer verletzt worden.<span class="copyright"> APA/GERT EGGENBERGER</span>
Bei einem Verkehrsunfall im Kärntner Bezirk Spittal/Drau sind am Ostersonntag, 17. April 2022, ein Mann (38) und eine Frau (34) getötet und ein Mann schwer verletzt worden. APA/GERT EGGENBERGER

Bisher starben dieses Jahr mehr Menschen im Straßenverkehr als jeweils in den vergangenen drei Jahren.

Wien Am Dienstag veröffentlichte das Innenministerium gemeinsam mit der Osterbilanz die vorläufige Unfallstatistik für das erste Quartal 2022. Österreich droht sein Verkehrssicherheitsziel erneut massiv zu verfehlen, warnt der VCÖ. Verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen sind nötig.

Vom 1. Jänner bis 18. April 2022 gab es im österreichischen Straßennetz laut den vorläufigen Zahlen 99 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 62, im Jahr 2020 86 und 2019 90.

“Sogar vor Corona im Jahr 2019 war die Anzahl der Verkehrstoten niedriger als heuer”, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf die traurige Unfallbilanz hin. Österreich hat bereits im Jahr 2020 sein Verkehrssicherheitsziel von weniger als 312 Todesopfer trotz pandemiebedingtem Verkehrsrückgangs mit 344 verfehlt. Dass es anders geht, zeigt auch die Schweiz: Dort verstarben im Vorjahr bei Verkehrsunfällen 200 Menschen, in Österreich waren es 359. Der VCÖ erklärt sich dies mit einem hohen Anteil verkehrsberuhigter Straßen wie auch einer strikteren Bestrafung von Rasen im Verkehr. “Auch in Österreich ist das Bewusstsein zu schärfen, dass Tempolimits einzuhalten sind und keine Mindestgeschwindigkeit, sondern eine Höchstgrenze sind”, betont Gratzer. Darüber hinaus ist Österreichs Vormerksystem zu erweitern, insbesondere um Handy am Steuer.