Tempo 30 beschlossen, Tempo 40 gilt

Mobilität / 02.02.2024 • 09:00 Uhr
Tempo 40 gilt in Meiningen, obwohl es Tempo 30 sein sollte. <span class="copyright">VN/Rauch</span>
Tempo 40 gilt in Meiningen, obwohl es Tempo 30 sein sollte. VN/Rauch

Vor einem Jahr beschloss Meiningen für das Ortsgebiet ein neues Tempolimit. Spüren tut man davon wenig.

Meiningen Im Jänner 2023 beschloss die Gemeinde am Alpenrhein ein neues Verkehrskonzept in der Gemeindevertretung. So gilt auf den Gemeindestraßen Tempo 30, ergänzt wird es durch eine konsequente Vorrangregelung und Fahrverbote auf einzelnen Straßen. Passiert ist bislang nichts.

So erklären die bei den Ortsschildern angebrachten Tempolimits, dass im Ort immer noch Tempo 40 der Standard abseits der beiden Landesstraßen ist. Dabei gingen dem vor einem Jahr gefallenen Beschluss über sechs Jahre an Vorarbeiten voraus, inklusive Verkehrsgutachten.

Umsetzung bis zum Sommer

„Für die Umsetzung des Straßen- und Wegekonzepts sind zahlreiche Maßnahmen notwendig“, verweist Bürgermeister Thomas Pinter auf die Größe des Projekts. So brauche man die entsprechenden Verordnungen, Schilder und Bodenmarkierungen. „Diese sind derzeit in Arbeit.“ Die Gesamtumsetzung sollte voraussichtlich bis zum Sommer 2024 abgeschlossen sein, somit etwa eineinhalb Jahre nach dem Gemeindevertretungsbeschluss.

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Parallel entschied sich die Gemeinde im Jänner 2023, beim Umweltausschuss eine Petition an das Land Vorarlberg in Auftrag zu geben. Der Wunsch war eine Temporeduktion auf der viel befahrenen Ortsdurchfahrt auf Tempo 40. Mit der kommenden Novelle der Straßenverkehrsordnung sollen solche Gemeindewünsche auf offenere Ohren treffen, wurden doch bisherige Hindernisse abgeschwächt. Dies begrüßt Pinter ausdrücklich und setzt hier auf seinen Nachfolger, dies voranzutreiben. Der Langzeitbürgermeister wird wie angekündigt zu den Gemeindevertretungswahlen 2025 nicht mehr antreten.

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Eine erste Reaktion des Landes auf den Wunsch nach einer entschleunigten Landesstraße in Meiningen liegt inzwischen der Opposition vor. Die Liste Koch, immerhin die zweitstärkste Fraktion im Ort und politische Heimat von Pinters Vorgänger, hatte im November eine eigene Petition beim Land eingereicht.