Unter Zeitdruck: Bis zu diesem Datum soll die Brücke Lustenau–Au stehen

Mobilität / 14.04.2026 • 14:22 Uhr
Unter Zeitdruck: Bis zu diesem Datum soll die Brücke Lustenau–Au stehen
Die Fußgänger- und Fahrradbrücke soll die verkehrsgeplagte Region entlasten. Studio Giorgio Masotti

Die geplante Fuß- und Radbrücke soll laut Verkehrslandesrat 2027 in Bau gehen.

Schwarzach 650 Meter südlich des Grenzübergangs entsteht die Fuß- und Radbrücke über den Neuen Rhein zwischen Lustenau und Au, wie die VN berichteten. Erst kurz vor Fristende gab die Landesregierung Fördergelder frei, nachdem die Schweizer Stellen die Zusage bis 31. März eingefordert hatten. Eine aktuelle Anfragebeantwortung gibt nun auch Aufschluss darüber, bis wann die Brücke fertiggestellt sein soll.

Der grüne Klubobmann Daniel Zadra wies in einer Anfrage an Verkehrslandesrat Christof Bitschi auf “erheblichen Zeitdruck” bei der Umsetzung hin: Fördermittel auf Schweizer Seite seien an Fristen gebunden. “Weitere Verzögerungen könnten dazu führen, dass diese Mittel verfallen und das Projekt insgesamt gefährdet wird”, warnt Zadra. Darüber hinaus sei zu befürchten, dass “eine Nicht-Umsetzung negative Auswirkungen auf zukünftige Agglomerationsprogramme hätte, da sich dies nachteilig auf künftige Fördersätze auswirken kann”. Zadra wollte daher wissen, wann mit dem Baustart zu rechnen ist.

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“Die Ausschreibungsverfahren sollen im Herbst 2026 starten. Mit ersten Baumaßnahmen kann Anfang 2027 gerechnet werden”, informiert Bitschi. “Die Marktgemeinde Lustenau hat bei den Förderansuchen die Baufertigstellung mit Ende 2028 angegeben.” Damit erfolge der Start der Umsetzung noch innerhalb der Frist für Maßnahmen aus der vierten Generation des Agglomerationsprogrammes. Für die in Aussicht gestellte Förderung aus dem Interreg-VI-Programm (EU-Mittel für grenzüberschreitende Kooperationen) mussten die Finanzierungszusagen bis Anfang April bei der Prüfstelle eingereicht werden; alle weiteren Fristen richten sich nach Baufortschritt und tatsächlicher Fertigstellung, erklärt Bitschi.

Bundesförderung von 5,1 Millionen Euro

Bereits 2011 fiel der Grundsatzbeschluss für den Bau, 2021 gewann der Tessiner Architekt Giorgio Masotti die Ausschreibung. Das Projekt wird gemeinsam mit der Schweiz finanziert: Neun Millionen Euro kommen aus dem Nachbarland. “Das Land Vorarlberg fördert das Gesamtprojekt gemäß Beschluss der Landesregierung mit einem Beitrag von max. 1,53 Millionen Euro”, so Bitschi. Laut Verkehrsminister Hanke kann zudem mit einer Bundesförderung in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro gerechnet werden; der Rest verteilt sich auf Interreg (2,5 Millionen) und Agglomeration (2 Millionen).

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