So überwachen diese Kameras künftig den Verkehr in Vorarlberg

Durch den Umbau der Ampelanlage beim Landesgericht südlich der Montfortbrücke kommt die neue Technik auch in Feldkirch an. Diese hat Vorteile, auch für die Verkehrsnutzer.
Feldkirch In Feldkirch wird nicht nur am Stadttunnel, sondern auch im Bereich der Innenstadt gebaut. Hier wird nicht nur die Montfortbrücke für einen verbesserten Hochwasserschutz aufgestockt: Auf den Ampeln der Landesstraßen tauchen auch neue Kameras auf. Deren Aufgabe ist jedoch weder primär die Verkehrszählung noch eine Geschwindigkeitsüberwachung. Wie das zuständige Land Vorarlberg erklärt, handelt es sich dabei um Wärmebildkameras für die Ampelsteuerung.

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Früher sorgten Magnetspulen – sogenannte Induktionsschleifen – unter der Fahrbahn für die notwendigen Impulse, damit die Ampelsteuerung auf die Verkehrssituation reagieren konnte. Inzwischen sind Kameras jedoch üblicher, da sie je nach Bedarf auch andere Verkehrsteilnehmer wie etwa Passanten oder Radfahrer erkennen können. Bei Wärmebildkameras kommt als weiterer Vorteil hinzu, dass sie auch bei Schlechtwetter weniger abhängig von der Witterung zuverlässig das Verkehrsgeschehen erkennen können.

Ein weiterer Vorteil: Da die Kamera erkennt, was für ein Fahrzeug sich der Ampel nähert, kann es auch auf die Charakteristika des Fahrzeuges entsprechend reagieren. So braucht ein Lkw länger, um bei einer roten Ampel anzufahren, als ein Pkw oder Motorrad. Dies kann diese Art der Ampelsteuerung berücksichtigen – und entsprechend länger Grün anzeigen, damit nach dem Lkw auch noch weitere Fahrzeuge die Kreuzung passieren können. Dies verringert Rückstau vor allem auf Hauptverkehrsachsen, auf denen viel Schwerverkehr unterwegs ist.

Anbieter werben damit, dass die Kameras auch Probleme erkennen und etwa bei einem Unfall im Kreuzungsbereich selbstständig einen Notruf auslösen könnten. Durch maschinelles Lernen, sprich KI als Teil der Ampelsteuerung, wären kamerabasierte Ampelsteuerungen auch lernfähig, um situationselastisch eine möglichst optimale Verkehrssteuerung erreichen zu können. Dies ist jedoch noch Zukunftsmusik.

Feldkirch ist mit der neuen Technik kein Vorreiter: Das System ist laut dem Land bereits in Bregenz, Dornbirn oder auch Hard im Einsatz. Gesichter oder Kennzeichen werden nicht erfasst, das Videobild wird rein für die Kamerasteuerung und verwendet und erlaubt auch eine Verkehrszählung.