Solide Alternative

Mit dem SUV Skoda Epiq folgt der nächste Streich auf Basis der neuen E-Plattform von VW.
Skoda Statt einer Stromer-Alternative zum hauseigenen Fabia verstärkt die tschechische VW-Tochter mit dem Epiq ihre elektrische SUV-Schiene. Mit 4,17 Metern Länge ist der Neue in der E-Palette rund vier Zentimeter kürzer als sein Benzin-Bruder Kamiq. Skoda nennt seine aktuelle Design-Linie “Modern Solid” – und genau so sieht sie auch aus. In vielen Details wurde der beim größeren E-SUV Elroq erfolgreiche zeitlose Look hier maßstabsverkleinert übertragen.
Fahreindruck: “Mit der komfortablen Abstimmung und dem betont neutralen Handling setzt Skoda auf möglichst große gemeinsame Nenner im Kundengeschmack.”
Im Cockpit findet sich eine klare, aufgeräumte Sortierung mit selbsterklärendem Bedienkonzept. Maßgebliche Funktionen wie etwa die Klimasteuerung sind mit analogen Tasten belegt. Leider gibt es auch ein paar Reminiszenzen an die ungeliebten und wenig praktischen Lösungen in den früheren E-Modellen des VW-Konzerns – etwa mit dem winzigen und wenig übersichtlichen Instrumentenschirm oder dem Slider-Feld zur Lautstärkeregelung. Eventuell wird damit der preisliche Abstand zum höherpreisigen und benutzerfreundlicher ausgestatteten VW ID.Cross begründet. Im Vergleich zu diesem fällt auch die Materialauswahl simpler, aber nicht unsympathisch aus. Die eher gedeckten Farben im Epiq-Cockpit lassen vermuten, dass hier nicht unbedingt eine jugendliche Zielgruppe anvisiert wird.

Passend dazu wurde auch ein weicheres Setup als etwa im eher fahrdynamisch ausgelegten VW ID.Polo gewählt. Im Handling wirkt der kleine Skoda daher ein wenig weichgespülter, aber dennoch nie schwammig – und bleibt stets komfortabel. Punkten kann der Epiq dank des praktischen Unterflur-Fachs mit einem weit über dem Klassenschnitt liegenden Kofferraumvolumen von 471 Litern. Die WLTP-Reichweiten liegen je nach Leistungsstufe zwischen 310 und 441 Kilometern, wie bei den anderen Modellen auf Basis der neuen kleinen E-Plattform des VW-Konzerns waren auch hier bei den Testfahrten – allerdings ohne Autobahnpassagen – kaum Reichweiteneinbußen gegenüber dem Katalogwert feststellbar.

Ebenfalls wie bei den Konzern-Verwandten haben die neuen Elektro-Qualitäten selbst bei Skoda ihren Preis: Der Einstiegstarif für das Grundmodell mit kleinem Akku und 116 PS liegt bereits bei 26.680 Euro. Im Gegensatz zum ID.Polo bietet Skoda auch die mittlere und höchste Leistungsstufe mit 135 PS und 211 PS in der Basisausstattung an – die Preise steigen aber selbst dort bereits auf 29.080 und 33.280 Euro. Die gut ausgestattete “First Edition” schlägt mit 39.280 Euro sogar nur knapp unter der 40-Tausender-Marke zu Buche und liegt damit deutlich außerhalb der bisherigen Grenzen im Kleinwagen-Segment. PAB
Fakten und Daten
Skoda Epiq
Motor/Antrieb 1 Elektromotor mit 116 und 135 PS, LFP-Akku mit 37 kWh brutto; 211 PS, NMC-Akku mit 52 kWh; Vorderradantrieb; 1-Gang-Direktübersetzung; L/B/H 4171/1798/1581 mm; ab 1542 kg
Fahrleistungen/Verbrauch 0–100 km/h 7,1–11,0 sek., Höchstgeschwindigkeit 150/160 km/h, Verbrauch 13,0–13,7 kWh/100 km; Reichweite 310–441 km, Ladedauer 90/105 kW DC 10 auf 80 Prozent ca. 24–27 min
Preis ab 26.680 Euro