Watt-Wanderung

Mobilität / 23.10.2026 • 16:07 Uhr
Stolz auf das Line-Up: VW Markenleiterin Gudrun Zeilinger (re.) und Pressesprecherin Karin Angerer (li.) vor der Reige an elektrischen Modellen ihrer Marke im burgenländischen Donnerskirchen
Stolz auf das Line-Up: VW Markenleiterin Gudrun Zeilinger (re.) und Pressesprecherin Karin Angerer (li.) vor der Reige an elektrischen Modellen ihrer Marke im burgenländischen Donnerskirchen. Christian Houdek VW

VW feiert die Erneuerung seiner Elektro-Palette mit einem Fahr-Event für alle Modelle.

VW Finden Testfahrten mit Elektroautos im Burgenland statt, könnte die Wahl der flachen Region auch dem Erreichen akzeptabler Reichweiten dienen, die in bergigen Gebieten nicht zustande kämen. Zumindest früher wäre dieser Verdacht zulässig gewesen – aber die neue Generation von E-Modellen aus dem VW-Konzern braucht keine topografische Unterstützung mehr, um zuverlässige Distanzen zu schaffen. Den Fehler, die Fahrzeuge ausschließlich auf die idealisierte, aber nicht allzu praxisnahe WLTP-Norm hinzutrimmen, wiederholt VW nicht mehr. Dank dem kompletten Umkrempeln der technischen Basis von der Batterie-Chemie über den Wechsel auf Vorderrad-Antrieb bis zu gänzlich neuen E-Motoren halten die neuen Baureihen ihre Reichweiten-Versprechen auch im echten Leben problemlos – mit, oder ohne Berg-Passagen.

Österreich-Premiere im Burgenland: Der ID.Cross ist die elektrische Alternative zum Benziner T-Cross. Der kleine Kompakt-SUV ist bereits bestellbar, die Auslieferung startet gegen Jahresende
Österreich-Premiere im Burgenland: Der ID.Cross ist die elektrische Alternative zum Benziner T-Cross. Der kleine Kompakt-SUV ist bereits bestellbar, die Auslieferung startet gegen Jahresende.

Die Medien-Aufmerksamkeit galt auf dem ID-Fahrtag vorrangig dem ID.Polo, dem ersten fahrbaren Modell, in dem die oben aufgezählten Neuerungen komplett implementiert wurden. Der neue ID.Cross feierte hier seine statische Österreich-Premiere, auch der aus dem ID.4 weiterentwickelte ID.Tiguan konnte im burgenländischen Donnerskirchen erstmals besichtigt werden. In dieses Modell hat VW besonders viel investiert, um die zahlreichen Verbesserungs-Wünsche der Kunden gegenüber dem Vorgänger umzusetzen. Die älteren Baureihen sind daran zu erkennen, dass sie im Außendesign noch den ursprünglichen, etwas ausdruckslosen Look tragen – und Zahlen in der Typen-Bezeichnung: der ID.5, der mit dem Modellwechsel von ID.4 auf ID.Tiguan aber wohl ohne Nachfolger ausläuft, der ID.7, der zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht ein Update zum ID.Passat erfahren wird und der ID.3 neo.

Unterwegs auf den malerischen Straßen rund um den Neusiedler See: Der neue ID.Polo übernimmt eine Kernrolle in der E-Palette von VW – er steht für den Neuanfang in Design, Technik und Bedienungs-Logik
Unterwegs auf den malerischen Straßen rund um den Neusiedler See: Der neue ID.Polo übernimmt eine Kernrolle in der E-Palette von VW – er steht für den Neuanfang in Design, Technik und Bedienungs-Logik.

Er wurde unlängst ebenfalls großzügig erneuert und redesigned, für den Adelsschlag zum ID.Golf konnte sich der Konzern aber dennoch nicht durchringen – zu weit ist der Praxis-Abstand zum ewigen Benzin- und Diesel-Bestseller. Dennoch beweist auch er, dass selbst während der Bauzeit merkbare Verbesserungen sowohl bei Handling und Fahrdynamik, als auch bei der Effizienz, vor allem aber im Bedien-Konzept möglich sind. Die Zeiten kleiner, schlecht ablesbarer Fahrer-Displays im Miniatur-Format sind bei VW jedenfalls vorüber. Es gibt auch keine unpraktischen Slider-Felder für Temperatur- oder Lautstärken-Regelung mehr, dazu wieder analoge Tasten für die Klimasteuerung statt komplizierter Bildschirm-Menüs. Am Volant sitzen nun ebenfalls wieder klassische Multifunktions-Schalter statt der ungeliebten Kapazitiv-Felder. Der ID.Polo startet in Österreich ab 25.490 Euro, ID.3 neo bei 34.490 Euro. Die gegen Jahresende in die Auslieferung startenden ID.Cross und ID.Tiguan sind bereits ab 28.490 Euro und 44.490 Euro bestellbar.