E-Outback kraxelt nur mit Strom

Mobilität / 06.11.2026 • 11:00 Uhr
Für herausfordernde Strecken gemacht: der mit vollelektrischem Allradantrieb versehene E-Outback
Für herausfordernde Strecken gemacht: der mit vollelektrischem Allradantrieb versehene E-Outback Markus Höscheler

Subarus E-Auto-Trio ist komplett: Auf Solterra und Uncharted folgt ein SUV-Kombi.

Schwarzach Für Nicola Torregiani, den Chief Executive Officer (CEO) von Subaru Italia, ist zweierlei wichtig: zum Ersten die Bedeutung der Zusammenarbeit von Subaru mit dem größeren Rivalen Toyota zu betonen, zum Zweiten die Markenunterschiede herauszustreichen, die sich nicht zuletzt in den jeweiligen Kooperationsprodukten niederschlagen.

Den Erklärungsbedarf ortet Torregiani beim E-Outback, dem neuesten Produkt von Subaru, das im japanischen Yajima produziert wird. Was Yajima anbelangt, so ist anzumerken, dass diese Fabrik Subaru gehört und zudem die Basis für die Fertigung des Toyota bZ4X Touring stellt. Und da lässt Torregiani mit gezeigtem Stolz anmerken, dass Subaru bei diesem Projekt eine treibende, maßgebliche Kraft ist. “Das ist kein Re-Badging”, merkt er an, es gebe bei allen Gemeinsamkeiten von E-Outback und bZ4X Touring markante Unterschiede.
Die gibt es tatsächlich: Der E-Outback präsentiert sich robuster, einen Hauch martialischer, um den Offroad-Charakter des Modells hervorzuheben. Unterfahrschutz und Dachreling sowie die Bodenfreiheit von 21 Zentimetern zeigen an, dass der E-Outback für Strecken vorgesehen ist, die für normale Straßenautos ein Tabu darstellen.

Eine von mehreren Stärken des E-Outback ist sein großzügig geschnittenes Ladeabteil.
Eine von mehreren Stärken des E-Outback ist sein großzügig geschnittenes Ladeabteil. Subaru

Dass der E-Outback hier nicht täuscht, belegt eine Fahrprobe im Prosecco-Gebiet rund um Valdobbiadene, wo es über steile Schotterstraßen mit zahlreichen Unebenheiten geht, die die Bodenplatte von normalen Autos strapazieren und die Reifen mit Traktionsproblemen belasten würden. Nicht so beim E-Outback, der harmonisch auf die Kraft der insgesamt 381 PS starken Elektromotoren zurückgreifen kann.

Das Triebwerks-Duo sorgt im permanenten Allradmodus für beständiges Vorankommen, hilfreich hierfür sind ein Drehmoment von 536 Newtonmetern und ein zweistufiger X-Mode-Fahrbetrieb, der auf Schlupf situationsadäquat reagiert. Bei engen Stellen von Nutzen sind mehrere Kameras, die die Bodenverhältnisse unterhalb des Fahrzeugs aufs 14-Zoll-Info-Display zaubern, um das Manövrieren in herausforderndem Gelände zu erleichtern.

Das Beschleunigen und Bremsen erfolgt fein dosiert, die Lenkung arbeitet sauber und das Fahrwerk bügelt heftige Unebenheiten recht gut aus. Die Offroad-Talente sind jedoch nicht die einzigen, die den E-Outback auszeichnen. Nebenbei angemerkt: Der E-Outback beschleunigt in 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h.
Nicht minder beachtlich: das Ladeabteil, das netto 633 Liter Stauvolumen anbietet, bei umgeklappten Rücksitzlehnen erhöht sich das Angebot auf 1718 Liter. Im Fahrzeug lässt sich viel mitnehmen, am Dach dank Dachreling, erst recht an der Anhängerkupplung, da der E-Outback bis zu 1,5 Tonnen an den Haken nehmen darf.

Gibt es einen Haken bei der Reichweite? Nein, jedenfalls nicht auf dem Papier, denn ein 74,7-kWh-Akku wirbt mit einem Radius von 523 Kilometern bei der Hikari-Ausstattung und mit 477 Kilometern beim etwas höherwertigen Nozomi-Equipment. Laden geht serienmäßig mit 22 kW Leistung (Wechselstrom) und mit einer Ladeleistung von 150 Kilowatt an Schnellladesäulen (Gleichstrom), wobei sogar Werte von 160 oder 170 Kilowatt möglich sein sollen. Von zehn auf 80 Prozent erhöht sich der Ladestand in 28 Minuten.

Den 4,85 Meter langen und 2,1 Tonnen schweren E-Outback bietet Subaru in Österreich ab 53.400 Euro an, dank einer Art Herbstaktion lässt sich das Fahrzeug sogar ab 50.900 Euro erwerben, obendrauf gibt es noch für eine kurze Zeit Winterkompletträder im Wert von 2000 Euro. Für Nozomi gilt der Listenpreis von 56.400 Euro bzw. der Aktionspreis von 53.900 Euro.

Die Dachreling und der optische Unterfahrschutz sind Teil der Serienausstattung des E-Outback
Die Dachreling und der optische Unterfahrschutz sind Teil der Serienausstattung des E-Outback Markus Höscheler