Robuster Lastenträger oder komfortables Mobil-Büro

Motor / 13.06.2014 • 12:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der neue Opel Vivaro soll im D-Segment der leichten Nutzfahrzeuge ein dynamisches Zeichen setzen. Fotos: werk
Der neue Opel Vivaro soll im D-Segment der leichten Nutzfahrzeuge ein dynamisches Zeichen setzen. Fotos: werk

Der neue Opel Vivaro: Chiceres Outfit, spar-samere Motoren, Pkw-gerechtes Interieur.

Opel. Nur Nützlichkeit allein genügt im Segment der leichten Nutzfahrzeuge schon lange nicht mehr. Nicht erst, seit Arbeitsfahrzeuge in komfortable Business-Kleinbusse oder in mobile Ferien-Domizile umgebaut werden, wofür die Fahrgestelle von motorisierten Lasttieren eine geeignete Basis bilden. Seit einiger Zeit entwickelt sich auf dem Sektor der gewerblich genutzten Transporter ein Trend zum Lifestyle-Statement, gewissermaßen als automobile Unternehmens-Visitenkarte.

Opel nimmt darauf Bezug und hat für die Erneuerung seiner leichten Nutzfahrzeug-Mittelklasse, des Vivaro (er entstammt einer technischen Kooperation mit Renault), eigens einen Designer engagiert, um der Front und den Aufbauten modischen Pfiff zu verpassen. Und optisch eigenständigen Charakter, nach Vorbild des Insignia, unterstrichen durch eine LED-Tagfahrlicht-Signatur.

Pkw-Komfort

Doch nur mit feschem Styling ist es nicht getan: Bei der Evolution des Nützlings zog Pkw-gerechter Basis-Komfort ins Interieur ein. Das besteht unter anderem in ergonomisch geschnittenen, individuell justierbaren Sitzen sowie einem in Neigung und Reichweite verstellbarem Lenkrad. Das liefert dem robusten Lastenträger, der in seiner längsten und höchsten Ausformung bis zu drei Euro-Paletten einpacken kann, die Basis für den Einsatz neuer optionaler Einrichtungs-Details, von der Tabletcomputer-Halterung bis zum multifunktionalen Mittelsitz: Der kann einerseits als Schreibpult dienen und andererseits als sicheres Verwahr-Reservoir für Laptops, womit die Basis-Ausstattung für ein mobiles Büro zur Verfügung steht. Für Internet-Anschluss & Co. kann, gegen Aufpreis, das Infotainmentsystem IntelliLink sorgen.

Die Pkw-Haftigkeit im Umgang und die mit der Neuinterpretation erfolgten technischen Modifikationen an Fahrwerk, Lenkung und Bremsen durfte der neue Opel Vivaro in München und Umgebung unter Beweis stellen – in der Stadt und auch im Dorf, auf Landstraßen und Autobahnen. Dabei gefiel die gute Karosserie-Übersichtlichkeit und -Abschätzbarkeit ebenso wie die Top-Leistungsstufe des neu geordneten Motorenprogramms. Die Rüsselsheimer stellen neben einem 1,6-Liter-Turbodiesel (mit 90 oder 115 PS) einen 1,6-Liter-BiTurbo-Selbstzünder (alle stammen von Renault) mit 120 oder 140 PS zur Auswahl. Besonders Letzterer überzeugt mit spontanem Ansprechverhalten und kräftigem Durchzug. Doch ist man auch mit Einfachbeatmung nicht untermotorisiert, auf alle Fälle sparsam unterwegs, mit einem Normmix-Durchschnittskonsum von 5,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer (CO2: 149 g/km).

Dem Pkw-Anspruch entspricht die Versorgung mit elektronischen Assistenzsystemen. Abgesehen von ESP & Co kann man Totwinkelwarner und Spurhaltehelfer etc. ordern. Im Sinne des Komforts offeriert Opel zudem schlüssellosen Zugang und Start. Eine Rückfahrkamera erleichert das Einfädeln in Ladezonen und Parklücken.

Gleichzeitig mit der Erneuerung des Vivaro hat der Größte der leichten Opel-Nützlinger, der Movano, der ebenfalls einer Technik-Kooperation mit Renault entstammt, ein technisches Update verordnet bekommen. Das besteht aus einem weiteren Diesel-Aggregat, einem 2,3-Liter-BiTurbo mit wahlweise 136 oder 163 PS. Dazu kommen: serienmäßiges Stabilitätsprogramm, Berganfahrhilfe und Anhängerstabilisierung.

Pkw-hafter Komfort ist ins Interieur eingezogen.
Pkw-hafter Komfort ist ins Interieur eingezogen.
Bis zu drei Europaletten fasst der Laderaum nun.
Bis zu drei Europaletten fasst der Laderaum nun.

Fakten

» Motoren/Antriebe: 1,6-Liter-Turbodiesel mit 90 oder 115 PS, 1,6-Liter-BiTurbodiesel mit 120 oder 140 PS; Frontantrieb

» Karosserie-Varianten: Kasten­wagen, Combi, Doppelkabine, Plattform-Fahrgestell; zwei Längen, zwei Dachhöhen.

» Marktstart: Ende Juli/Anfang August, Tarife stehen noch nicht fest, werden sich am Vorgänger-Modell orientieren.

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