Kombis: Trend zum Allradantrieb

Motor / 08.08.2014 • 13:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf die Erneuerung der Limousinen-Version von Volkswagens Mittelklasse-Flaggschiff Passat folgt die Kombi-Variante.
Auf die Erneuerung der Limousinen-Version von Volkswagens Mittelklasse-Flaggschiff Passat folgt die Kombi-Variante.

Autos mit erweitertem
Ladeabteil sind nach
wie vor in allen Segmenten stark gefragt.

Kombis. Ohne Lader-Version geht es bei kaum einer Pkw-Modellbaureihe, in so gut wie keinem Segment: Von der Kleinwagen- bis zur Ober- und Premiumklasse sind in Österreich Kombi-Karosserievarianten nach wie vor sehr gefragt. Sie machen, wie etwa im Fall des – gerade frisch erneuerten – Mercedes C-Klasse-T-Modells (F6) gut fünfzig Prozent des gesamten Verkaufsvolumens aus. Das trotz der starken Konkurrenz durch die wachsende Modellvielfalt an SUV.

Einer der Gründe dafür könnte sein, dass Kombis sich zunehmend ihrerseits als Mitbewerber der Hochbeinigen entpuppen, wenn es um die Antriebsarten geht. Denn unter den Ladern herrscht ein deutlicher Trend zu Modellen mit 4×4-System, was wiederum im SUV-Segment nicht mehr vordringliche Voraussetzung ist.

Die Kombination Kombi und Allrad ist weniger aufgrund hoher Gelände-, sondern vielmehr wegen gesteigerter Schlechtwege- (und Schlechtwetter-, sprich Schnee- und Eis-)Tauglichkeit ein Argument. Beispiele dafür sind unter anderem der neue Seat Leon ST 4Drive und der gerade erneuerte Skoda Octavia Scout (F4). Ebenso wird der neu interpretierte VW Passat Variant, wie gewohnt, auch in einer Allradantriebsvariante zu haben sein – genauso wie der Mitbewerber von Mercedes.

Unterschiedlich sind die Zugänge zum Thema Ladevolumen. Bei Premium-Vertretern gehen Sportlichkeit und Lifestyle vor besonders hohe Transportleistung. Während etwa das C-Klasse-T-Modell mit einem recht geringen Ladekapazitätszuwachs von zehn Litern auskommt, bietet Volkswagens Mittelklasse-Flaggschiff Passat in der Variant-Variante deutlich mehr Laderaumvolumen als bisher.

Dem nicht viel nach steht die Kompakt-Klasse. Der Honda Civic Tourer kann zwischen 624 und 1668 Liter einladen (Preis: ab 21.500 Euro für den Einstiegsbenziner 1,6 i DTEC mit 120 PS). Der Toyota Auris TS packt immer noch 530 bis 1658 Liter (Preis: ab 17.940 Euro für den Basis-Benziner mit 99 PS).

Alternative Antriebe

Ein weiterer Trend zeichnet sich im Kombi-Segment ab: der zu alternativen Antriebssystemen. Ein Beispiel ist der bereits erwähnte Toyota Auris ST mit einem Benzin-Hybrid-Offert (ab 28.880 Euro). In der Volkswagen-Gruppe ist Erdgas (CNG, Compressed Natural Gas) für Kombis eine verbrauchsgünstige Alternative, die aktuell im VW Golf Variant TGI, im Leon ST TGI und im Skoda Octavia Combi G-Tech zu haben ist, künftig auch wieder im VW Passat Variant.

Die VN haben eine Übersicht der aktuellsten Kombi-Modelle zusammengestellt. Die Preisangaben beziehen sich jeweils auf die Einstiegsmodelle.

Toyota Auris TS: auch mit Hybrid-Antrieb zu haben.
Toyota Auris TS: auch mit Hybrid-Antrieb zu haben.
Honda Civic Tourer: Lade- und Sprit-Sparmeister.
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Redaktion: Michael Gasser (Ltg.), Beatrix Keckeis-Hiller

Fotos: Hersteller

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