Dank dem cleveren Dach: Gleich zwei Autos in einem

Update für den Renault Mégane CC: neue Optik und ein bewährtes Dachkonzept.
Renault. Das CC steht für Coupé und Cabrio und sagt schon sehr viel über die Stärken des Fahrzeugkonzepts aus: Da stehen also zwei Autos in einem bereit für den Alltagseinsatz. Und in Sommern wie diesem war man ja ganz froh, auf Knopfdruck in nur 21 Sekunden aus einem feschen Cabrio ein geschlossenes Coupé zu zaubern. Weil Regenwolken, die den Frischluft-Spaß verhindert haben, gab es zur Genüge. Nur dafür kann Renault nun wirklich nichts.
Die Franzosen haben dem Mégane CC ein Facelift verpasst. Im konkreten Fall hat das Update auch tatsächlich was mit dem Gesicht zu tun – nämlich dem Markengesicht, das jetzt an vorderster Front um Sympathien wirbt. Modernisierte Frontschürze und neu gezeichnete Tagfahrlichter in LED-Technik ergänzen die optische Überarbeitung. Ansonsten sind die Änderungen eher moderat ausgefallen. Gut so. War ja auch noch fesch – das bisherige Modell. Aber nach vier Jahren, da braucht es eine gewisse Verjüngung. Das ist nun mal so.
Unverändert geblieben ist das Konzept des knapp 4,5 Meter langen Viersitzers. So lässt sich das aus zwei Segmenten bestehende Panorama-Glasdach per Knopfdruck in nur 21 Sekunden öffnen. Dabei faltet es sich derart geschickt, dass es im geräumigen Kofferraum Platz findet. Der einzige Haken am Konzept: Wenn sich viel Glas und Stahl im Gepäckabteil breitmachen, dann bleibt für Koffer und Ähnliches kaum mehr Platz. Das schränkt die Alltagstauglichkeit – zumindest im offenen Zustand – dann doch ein wenig ein.
Dafür fährt es sich umso erfrischender. So ermöglicht die weit nach vorne gedrückte Windschutzscheibe ein optimales Cabrio-Gefühl. Und Winddeflektor bzw. Windschott sorgen dafür, dass der frische Wind um die Nase nichts Schlimmeres anrichtet. Gut geschützt sind so auch längere Fahrten bei geöffnetem Dach möglich, wie der VN-Test gezeigt hat.
Downsize-Motor
Für Vortrieb sorgt unter anderem ein neuer 4-Zylinder-Benziner mit 132 PS (Energy TCe 130), der auch im Testwagen verbaut war. Das Aggregat schöpft aus nur 1,2 Litern Hubraum die Kraft eines 1,8-Liter-Motors. Allerdings ist das nicht allzu viel, wie schon der Blick auf die Leistungsdaten zeigt. 0 auf 100 in 11,2 Sekunden, Spitze bei 190 km/h. Das ist sehr ordentlich, aber auch nicht mehr. Dafür ist das Aggregat umso sparsamer. Den Normverbrauch geben die Franzosen mit nur 6,4 Litern an. Ein Wert, der in der Praxis mit 7,2 Litern nur geringfügig überboten wurde.
Alles mit an Bord
Gut ausgestattet (GT Line) und komfortabel präsentiert sich der Innenraum, der ebenfalls vom Update profitiert hat. So steht jetzt das modernste Onboard-Infotainmet zur Verfügung. Alles drin, was es so braucht – auch wenn die Bedienung nicht immer ganz intuitiv erfolgen kann. Dafür gibt es aber ja das Bord-Buch.
Fazit: Renault hat den Mégane CC behutsam weiterentwickelt und am überzeugenden Konzept glücklicherweise nichts geändert. Preise: ab 29.690 Euro.




Fakten
Motor/Antrieb: 1,2-Liter-Turbobenziner mit 132 PS Leistung, 205 Nm Drehmoment, Frontantrieb, 6-Gang-Handschaltung.
Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 11,2 Sek.; Spitze 190 km/h, Verbrauch 6,2 l (145 g CO2/km), Testverbrauch: 7, 2 l
Preis: ab 29.690 Euro; Testwagen: 34.418 Euro.