Leistungs- und Elektronik-Plus

Motor / 29.07.2016 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Derzeit stärkster Vierzylinder-Diesel im Kompakt-SUV-Segment: VW Tiguan 2.0 TDI Biturbo mit 240 PS. Fotos: werk
Derzeit stärkster Vierzylinder-Diesel im Kompakt-SUV-Segment: VW Tiguan 2.0 TDI Biturbo mit 240 PS. Fotos: werk

Kurz nach dem Start des Tiguan II legt VW nach: neuer Top-Diesel, erweiterte Konnektivität.

VW. Mit der Einführung des Tiguan vor 10 Jahren hatte sich VW im Kompakt-SUV-Segment zu Golf und Passat eine weitere Erfolgssäule geschaffen. Damit das trotz gewaltig angewachsener Mitbewerber-Schar so bleibt, unternehmen die Wolfsburger eine ganze Menge. Sie legen an Power nach – mit der Einführung eines Top-Diesels mit 240 PS, wie er bereits im vor zwei Jahren neu gestarteten Passat angeboten wird. Basis ist der bewährte Zweiliter-TDI. Für die Höherleistung ist er doppelt aufgeladen, mittels Hoch- und Niederdruck-Abgasturbolader. Dazu kommt, in der aktuellen Konfiguration, eine komplettierte Emissionsreinigung: Oxydations-Katalysator, Partikelfilter und SCR-System.

Das 240-PS-Triebwerk sorgt im Tiguan im Verein mit permanentem Allradantrieb und siebenstufigem DSG für mächtig kräftigen Vortrieb. Je nach Terrain setzt der Biturbo seine Power sanft oder sportlich um: In der Stadt kann man damit gemächlich ohne Ruckeln und Spucken bummeln.

Auf der kurvigen Landstraße gibt sich der Antrieb sportlich agil, die Gänge werden vom DSG flott gewechselt, wenn auch noch nicht mit der Geschmeidigkeit einer Wandlerautomatik. Und auf der (deutschen) Autobahn stürmt der Top-Tiguan ohne Atempause bis sehr deutlich über die 200-km/h-Marke. Ohne dabei laut zu werden. Zum Zeichen seiner Leistungsfähigkeit und Bereitschaft kann der Hochleistungstyp entsprechend dekoriert werden, mit optionalem R-Line-Designpaket. Das umfasst 19- oder 20-Zoll-Alus und sportlichen Zierat an Ex- und Interieur.

Digitaler Fortschritt

Hoch dekorierte Hochleistung gut und schön. Das ist nicht das Einzige, womit man beim Tiguan technisch kräftig nachgelegt hat. Es kommt noch eine geballte Ladung an Elektronik hinzu: Was bisher bei VW den Elektrikern und den Hybriden an Konnektivitätssystemen vorbehalten war, zieht erstmals in ein Verbrennungsmotor-Modell ein. Unter der Dachmarke „Car-Net“ können über das gleichnamige Portal – bislang als „e-Remote“ bezeichnet – alle derzeit zur Verfügung stehenden Online-Dienste abgerufen werden. Seien es Infrastruktur- oder Service-Informationen oder Wegweiser. Integraler Bestandteil der Kommunikationselektronik ist ein Notruf-Service (ab 2018 Pflicht!). Ein weiterer Digitalisierungsschritt ist die Smartphone-Integration über „App-Connect“ (iOS- und Android-Betriebssysteme). Damit kann man nicht nur die Parkposition, sondern auch die Fahrzeugdaten abrufen.

Damit der gute Ton nicht zu kurz kommt, offeriert VW nun außerdem ein 400-Watt-Soundsystem namens Dynaudio, mit Zehnkanal-Verstärker, Subwoofer und einem ins Cockpit integrierten Zentrallautsprecher.

Partikelfilter, Oxidations-Kat, SCR-System.
Partikelfilter, Oxidations-Kat, SCR-System.
VW-Verbrenner mit den Apps der Elektriker.
VW-Verbrenner mit den Apps der Elektriker.

Fakten

Motor/Antrieb/Getriebe: 2,0-l-Reihenvierzylinder, Biturbo, 240 PS/permanenter Allradantrieb/siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 6,5 sec., 228 km/h Top-Speed/vorläufige Normmix-Werte: 6,4 l Marktstart/Preis: Herbst/knapp oberhalb 50.000 Euro.