Reduzierte Knorrigkeit, erhöhte City-Tauglichkeit

Motor / 09.09.2016 • 14:10 Uhr
Suzuki Vitara: Geländeuntersetzung adieu. Dafür gibt es erhöhten Fahr- und Wohnkomfort.
Suzuki Vitara: Geländeuntersetzung adieu. Dafür gibt es erhöhten Fahr- und Wohnkomfort.

Beim aktuellen Suzuki Vitara tritt Offroad- Ernsthaftigkeit hinter Lifestyle-Orientierung.

Suzuki. Der japanische Hersteller gibt sich, was die Offroad-Orientierung seiner Modelle betrifft, zusehends weniger knorrig, um nicht zu sagen milder. Ist schon der Crossover SX4 S-Cross dezidiert auf den eher familiär-urbanen Einsatz hin konstruiert und ausgerüstet, so folgte ihm vor Kurzem auch der Vitara in diesem Fahrwasser. Das einstige Suzuki-Aushängeschild für den – zugegebenermaßen recht komfortablen – Geländegang ist seit seinem Generationswechsel im vergangenen Jahr ebenfalls urban(er) geworden. Weggefallen ist dabei jene Geländeuntersetzung, die den Japaner besonders bei Waldarbeitern und Jägern so beliebt gemacht hatte. Dimensionsseitig unter dem bereits erwähnten S-Cross positioniert sollte der handliche Japaner jedoch dennoch vor schwierigen Untergrundbedingungen nicht aufstecken. Das elektronisch gesteuerte und in vier Modi einstellbare Allradantriebssystem (Allgrip) kommt auch mit weniger alltäglichem Herbst- und Winterunbill gut zurecht (wer allerdings doch einen echten Kraxler braucht, für den bleibt bei Suzuki nur noch der Dauerbrenner Jimny). Weggefallen ist beim Vitara über seine Generationen (seit 1988) hinweg die Karosserievielfalt. Hatte er als Drei- oder Fünftürer sowie sogar als Cabrio begonnen, so gab es zwischenzeitlich einen Standard- und einen Grand-Vitara. Aktuell jedoch gibt es ausschließlich eine einzige Version. Eine mit fünf Türen.

Das Motorisierungsoffert ist, wie bei Suzuki üblich, sehr übersichtlich gehalten. Es stehen zwei Benziner zur Auswahl: ein 1,6 Liter mit 120 PS und ein 1,4-Liter-Turbo mit 140 PS (jedoch nur für den Top-Vitara S). Dazu kommt ein 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS. Bei allen Aggregaten handelt es sich um Vierzylinder. Kombiniert sind die Antriebe je nachdem mit einer manuellen Fünf- oder Sechsgangschaltung oder mit einer sechsstufigen Automatik.

Der Preis: ab 17.990 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1,6 (Benziner) mit 120 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „clear“. Allradantrieb kommt auf ab 19.990 Euro, für den 1,6 Allgrip (Benziner), ebenfalls mit 120 PS und Handschaltung, im gleichen Mitgift-Niveau.