Die vierte Generation auf großem Fuß

Motor / 16.09.2016 • 14:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit dem neuen Familiengesicht gesegnet: Anfang Dezember kommt die vierte Generation des Renault Scénic. Fotos: werk
Mit dem neuen Familiengesicht gesegnet: Anfang Dezember kommt die vierte Generation des Renault Scénic. Fotos: werk

Renault bringt Leben in die Modellfamilie. In 4. Auflage bereichert der Scénic das Angebot.

Renault. Laurens van den Acker heißt der Mann, der als Chefdesigner ordentlich Frischluft hineinbläst in die Stilbildungsabteilung der Franzosen. Zwar ein Niederländer, dieser Mann, aber stets zu Höhenflügen bereit. Das begann mit der Neuerfindung des Raum-Klassikers Espace und dem Crossover Captur. Es fand seine Fortsetzung bei den kleinen Kompakten Twingo und Clio, dem Golf-Kontrahenten Mégane, dem SUV Kadjar, der Limousine Talisman und mündet nunmehr in den Kompakt-Van Scénic. Da wird jetzt wirklich was geboten an durchgehendem Familienbild, an Emotion, kraftvollem Design – und spannender Technik.

Große Räder, ausladende Panorama-Frontscheibe, muskulöse Architektur. Van den Acker traut sich was. Und seine Mitstreiter haben auch gute Einfälle. Dass man mit einem Fingertipp die Rücksitzbank komfortabel im Kofferraumboden verschwinden lassen kann, ist nur ein Highlight im neuen schicken Familien-Van. Bei aller Flexibilität halten der Scénic IV und der Grand Scénic, je nach Bedarf, eine Menge Platz offen für Kind und Kegel. Und das in einem soliden, geschmackvollen Wohlfühl-Ambiente, wie es bei Renault nicht immer der Fall war.

Durchdachte Details

Ein Hit: das Volvo abgeschaute Hochformat-Kombiinstrument im Blickfeld des Fahrers. Auch die Easy-Life-Schublade (statt Handschuhfach) bewährt sich als gut durchdachtes Detail. Das gilt auch für die auf Schienen montierte, weit nach hinten verschiebbare Mittelkonsole.

Schaut nicht nur stramm in die Gegend, der neue Scenic. Er hat auch seine praktischen Seiten.

Anfang Dezember geht’s los mit dem Neuling, zu Preisen ab 20.990 Euro. Die 20-Zoll-Räder und die neuen Reifen mit hohem Abrollkomfort sind da schon drin. Vier Jahre Garantie unterstreichen das Vertrauen der Franzosen in ihr neues Qualitätsstreben. Der Grand Scénic folgt im Jänner, kostet in etwa 1200 Euro mehr.

Ähnlich wie für den Captur bietet Renault für den Scénic eine Zweifarbenlackierung an. Ein paar Zentimeter mehr nach allen Seiten ergeben ein spürbares Raum-Plus und mehr Kopffreiheit. 17 Zentimeter Bodenfreiheit (fünf mehr als bei Generation III) steigern die dynamische Optik.

An Zubehör nach Wahl fehlt’s nicht. Es erstreckt sich vom Panorama-Glasdach bis zur Einparkhilfe. Diverse neue Assistenzsysteme lassen kritische Situationen besser überstehen. Das gesamte Angebot ist in drei Ausstattungslinien aufgeteilt.

Zwei Turbobenziner und vier Turbodiesel-Motorisierungen werden zum Start offeriert. Sie bilden ein Leistungsspektrum von 95 bis 160 PS und beweisen in aller Laufruhe das Spar-Know-how von Renault. Ein Diesel-Hybrid mit Temperament folgt anfangs 2017.

Gestreckte Variante: Grand Scénic.
Gestreckte Variante: Grand Scénic.
Großes Display, geräumiger Arbeitsplatz.
Großes Display, geräumiger Arbeitsplatz.

Fakten

Renault Scénic/Grand Scénic

Motoren: zwei Turbobenziner, vier Turbodiesel, 95 bis 160 PS

Preise: ab 20.990 Euro

Markteinführung: Anfang Dezember