Weltneuheiten auf rotem Teppich

Große Auto-Gala in Genf. Ab 9. März sind 148 Welt- und Europapremieren zu sehen.
Autosalon. Das SUV-Angebot wächst weiter. In der Kleinwagenklasse ziehen moderne Zeiten ein. Und mittelgroße Limousinen machen auf edel: Diese drei Trends prägen in diesem Jahr den Genfer Salon. Wir haben die wichtigsten Modellneuheiten dieser Frühjahrsmesse zusammengestellt.
Opel Insignia: Die neue Generation der Mittelklassebaureihe sollte ein Statement sein, für Opels neues Selbstbewusstsein stehen und mindestens die Konkurrenz aus Wolfsburg richtig ärgern, wenn nicht sogar die aus Ingolstadt, München und Stuttgart. Ein schnittiges Blechkleid, Motoren mit perspektivisch bis zu 340 PS und haufenweise moderne Technik heben Limousine und Kombi mindestens eine halbe Klasse über das Vorgängermodell hinaus. Trotzdem droht dem neuen Insignia auf der Messe ein Platz im Schatten. Im Scheinwerferlicht dürfte sich stattdessen die weitere Entwicklung bei Opels Übernahme durch PSA abspielen.
Volvo XC60: Mit beeindruckendem Tempo krempelt Volvo seine Modellpalette weiter um. Nach den durchwegs positiv aufgenommenen Businessmodellen XC90, V90 und S90 wird nun in der Mittelklasse renoviert. Den Start macht das SUV XC60, das auf das elegant-kühle Design und die konsequent auf Sparsamkeit getrimmte Antriebstechnik seiner großen Geschwister setzt. Wie bei diesen arbeiten auch in dem rund 30 Zentimeter kürzeren Neuling ausschließlich Vierzylindermotoren; um in der Spitze auf premiumtaugliche PS-Werte zu kommen, packt Volvo einen Elektromotor dazu. Infotainment und Sicherheitssysteme werden ebenfalls aus den größeren Modellen übernommen und noch ein wenig verfeinert.
VW Arteon: Die Limousinen-Flaggschiffe von VW hatten bislang ein Problem mit dem Prestige. Der Phaeton wollte zu viel, der CC bot zu wenig. Nun beerbt der neue Arteon gleichzeitig sowohl die Hybrid-Limousine als auch den angeedelten Passat-Ableger – und soll alles besser machen als dieser. Das fängt beim eigenständigeren Design an, das sich von der Optik der Dienstwagenbaureihe deutlich stärker abhebt, als es die beiden Vorgänger konnten. Dazu kommt alles an moderner Technik, was der gut gefüllte Konzernbaukasten hergibt. Auch bei den Motoren wird man für den Neuen wohl eher in die oberen Regalfächer greifen. Neben konventionellen Benzinern und Dieseln gilt auch ein Plug-in-Hybrid-Antrieb als sicher.
Ford Fiesta: Sieben Generationen lang war der Fiesta ein zwar besonders sportlicher, letztlich aber doch sachlicher Kleinwagen. In der achten Auflage mausert er sich nun ein wenig Richtung Lifestyle-Mobil. Auch weil die Kölner mit dem neuen Ka+ mittlerweile ein praktisches und günstiges Stadtauto im Programm haben, darf der leicht gewachsene Fiesta nun extrovertierter auftreten. Neben dem Standardmodell und dem sportlichen ST gibt es künftig auch eine edle, mit Leder ausgeschlagene „Vignale“-Version und einen modischen Crossover namens „Active“.
Suzuki Swift: Nachdem der Suzuki Swift in den letzten beiden Generationen zumindest äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden war, tritt die neueste Auflage des Kleinwagens wieder optisch eigenständiger auf. Vor allem die rundlicher gezeichnete Front unterscheidet ihn von seinen Vorgängern. Neue Spoiler und markantere Schultern unterstreichen zudem den Sportsgeist, den der kleine und leichte Japaner wohl auch weiter verkörpern will. Neben den Standardmodellen mit um die 100 PS dürfte es auch wieder eine rund 140 PS starke „Sport“-Version geben.
Range Rover Velar: Land Rover spannt sein Modellangebot immer weiter auf. Nun wächst die für Luxus und Lifestyle stehende Range-Rover-Familie auf vier Mitglieder. Der neue Velar schließt dabei die Lücke zwischen dem großen Range Rover Sport (4,85 Meter) und dem kompakten Evoque (4,36 Meter). Für den Antrieb kommen 2,0-Liter-Diesel und -Benziner in Frage, auch die Sechszylinder aus dem F-Pace der Schwestermarke Jaguar sind denkbar.
Tiguan Allspace: Beim letzten Modellwechsel ist der Tiguan zwar bereits zu stattlicher Größe gewachsen, zum vollwertigen Mittelklasse-SUV fehlen ihm aber noch einige Zentimeter. Die bietet nun die neue, um knapp 22 Zentimeter gestreckte Langvariante Allspace, die zudem mit bis zu sieben Sitzen aufwartet. Die Wolfsburger wollen damit vor allem in den USA Kunden locken, wo der normale Tiguan eher als Winzling wahrgenommen wird. Aber auch in Europa verspricht man sich Kundschaft, tritt hier gegen den Konzernbruder Skoda Kodiaq, aber auch gegen Konkurrenten wie Nissan X-Trail oder Hyundai Santa Fe an.


