Vieles schaut jetzt ganz anders aus

Motor / 24.03.2017 • 11:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Juli kommt die zweite Generation des Insignia auf den Markt. Die VN sind das neue Opel-Flaggschiff schon gefahren. Fotos: werk
Im Juli kommt die zweite Generation des Insignia auf den Markt. Die VN sind das neue Opel-Flaggschiff schon gefahren. Fotos: werk

Opel Insignia alt. Im Grunde schon zu vergessen nach neun Jahren Laufzeit.

Opel. Wenn das so weitergeht, werden die meisten Marken eigene Fahrschulen brauchen. Für ihre Erzeugnisse, nicht für die Straßenverkehrsordnung. Wahrscheinlich wird dann auch die Marke Opel dazugehören. Eigene Fahrschulen deshalb, weil die Bedienung eines modernen Automobils immer komplexer wird. Immer mehr Hilfen, immer mehr „Assistenten“, immer mehr Connections, immer mehr Möglichkeiten in der Navigation, in Sachen Business und in der Unterhaltungsabteilung.

Im modernen Auto, dem Rechner auf Rädern, geht es zu wie auf jedem anderen Computer. Hunderte von Möglichkeiten, aber nur wenige werden genutzt. Ganz wenige wissen wirklich alles. So ist das mehr und mehr auch beim Automobil. Jetzt, nach Jahren der Ungewissheit, mischt auch Opel mit an der Innovations-Front und im Streben nach Premium.

Neun Jahre hat der Insignia auf dem Buckel. Und zuletzt musste er sich einiges gefallen lassen hinsichtlich Raumkonzept und veralteter Triebwerke.

Aber nunmehr, unter ganz neuen Aspekten und künftiger Weltoffenheit durch den neuen Eigentümer PSA-Konzern (Peugeot/Citroën), weht frischer Wind durch die längst nicht mehr voll ausgelasteten Werkhallen von Rüsselsheim. Die aktuell wichtigste Optimismus-Stütze ist der neue Insignia. Wir lernten ihn in Gestalt der Limousine Grand Sport kennen.

Tritt auf, als wäre der Deal mit Peugeot schon längst fixiert gewesen, als hätte Opel sein gesamtes berühmtes deutsches Ingenieurs-Know-how zusammengerafft, um ein echtes Premium-Musterkind in die Ehe einzubringen, um sich Respekt zu verschaffen gegenüber den Franzosen. Das ist, auch wenn es in Tat und Wahrheit anders lief, eindrücklich gelungen.

Fit und leicht

Geht richtig bildschön in die Neupositionierung, der aus dem Flügeltürer Monza Concept heraus entwickelte Insignia Grand Sport. Er wird auch als fescher Kombi namens Sports Tourer auf den Plan treten. Und wie. Fit wie ein Turnschuh, um bis zu 200 Kilo leichter. Und steckt ordentlich was weg. Ganze 150 Liter mehr Ladevolumen sind’s im Kombi.

Leichter schon und dennoch vollgepackt mit Zubehör, das andere nur zum Teil oder gar nicht haben: Allradantrieb mit cleverer variabler Kraftverteilung an der Hinterachse (Torque Vectoring), Achtstufenautomatik, Heizung der Windschutzscheibe und auch der Fondsitze, blendfreies LED-Licht. Und das Ganze zu einer Preisgestaltung, von der Opel kampfbereit fragt: Warum Premium woanders kaufen, wenn es im neuen Insignia um vieles billiger zu haben ist?

OnStar reserviert

Opel OnStar beispielsweise. Da reserviert ein OnStar-Mitarbeiter Hotelzimmer für Insignia-Passagiere. Bei der Parkplatzsuche hilft er auch. Bezahlbare Technologien, die das Fahren sicherer und komfortabler machen, sagt Opel-Group-Chef Neumann. Das Ganze bis hin zu den mehrstufigen Fahrprogrammen kann man geduldig erlernen. Vorerst noch in Eigenregie.

Leichtbau hilft der Fahrperformance.
Leichtbau hilft der Fahrperformance.
Viel Hightech mit an Bord.
Viel Hightech mit an Bord.

Fakten

Opel Insignia Grand Sport

Motoren: Turbobenziner 1,5 l, 140 PS, bis 2.0 l, 260 PS, Turbodiesel 1,6 l, 110 PS, bis 2,0 l, 170 PS

Preise: Grand Sport ab 25.940 Euro, Kombi Sports Tourer ab 26.940 Euro

Markteinführung: Juli 2017