Eine Basis, zwei Baureihen, 24 Modelle

07.06.2019 • 10:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Der aktualisierte Mercedes GLC offeriert in der SUV- und in der Coupé-Version insgesamt vier Antriebsvarianten.

Mercedes-Benz Noch spezieller, universeller sowie funktioneller haben die Stuttgarter ihren Kompakt-Crossover GLC gemacht. Der heißt seit der Modellerneuerung von 2015 so, Vorgängermodell war der GLK, der wiederum ist 2008 eingeführt worden. Daraus erwachsen ist eine an Mitgliedern reiche Familie, auf Basis zweier Karosserievarianten: SUV und Coupé. Mercedes zählt derzeit 24 GLC-Varianten. Die wurden optisch retuschiert, außen sichtbar an den Stoßfängern vorne und hinten sowie an den – nunmehr serienmäßigen – LED-Scheinwerfern sowie -Heckleuchten. Innen gibt‘s auf Wunsch Volldigital-Instrumentierung, auf jeden Fall ist nun das Multimediasystem MBUX in verschiedenen Ausbaustufen dabei.

Im Zentrum der technischen Aktualisierung standen die Antriebe. Eingezogen ist die neue Generation an Zweiliter-Vierzylinderaggregaten, Benziner wie Diesel. Ersterer mit Mildhybrid-Technik, Zweitere noch penibler abgasgereinigt. Zur Fahrprobe standen die stärksten Versionen am Start, der 245-PS-Diesel und der 258-PS-Benziner. Sportlich gehen beide zur Sache, hier wie dort fällt die Geräuschdämmungsexpertise der Stuttgarter ungemein angenehm auf, es besteht akustisch keinerlei Unterschied zwischen SUV und Coupé. An Getrieben wird jetzt durchwegs eine neunstufige Automatik verbaut, je nachdem in unterschiedlichen Konfigurationen. Sportlich bis supersportlich ausgelegt in den 4,0-l-V8-AMG-Varianten, 63 4Matic (476 PS) und 63 4Matic plus (510 PS). In der Topversion hält der GLC derzeit den Nürburgring-Nordschleifen-Klassenrekord: 7:49,369 Minuten. Abseits der Rennstrecke kann der Performance-Stern mit feinen Manieren aufwarten: Man kann, man muss aber nicht mit den Pferdestärken spielen, und wenn, dann geht das ansatz- und mühelos. Es wird jedoch selbst im schärfsten Modus weder ungebührlich hart noch laut.

Zusätzlich zu den Renntalenten hat Mercedes als Option für die Allradvarianten nun erhöhte Geländetüchtigkeit im Angebot. Basierend auf einer Luftfederung steht ein Offroad-Paket mit zwei Fahrprogrammen in der Aufpreisliste, samt Höhenregulierung um 1,5 Zentimeter Federweg. Eine Proberunde auf dem ADAC-Testgelände bei Rüsselsheim, Deutschland, offenbarte, dass sich damit schon sehr gut etwas anfangen lässt, wenn es unwegsam wird.

Brennstoffzelle als Alternative

Das ist immer noch nicht alles, was Mercedes für den GLC parat hat. Zu den Antriebsvarianten kommt ein Wasserstoff-Brennstoffzeller, kombiniert mit Plug-In-Hybrid-System. Fast schade ist es, dass sich der FCEV-Stuttgarter optisch nicht auffälliger als Alternativer äußert. Die lässige Leistungsentfaltung des Elektroantriebs macht Eindruck.

Die Antriebspalette wird sukzessive erweitert. Nächster Ergänzungsschritt ist ein Benziner-Plug-In-Hybrid. Diese Version stand jedoch vorerst nur zum Anschauen parat. Fakt ist, dass sie sich die Stromtechnik mit dem neuen Batterieelektriker EQC teilt. Womit, nachdem dieser auf dem GLC basiert, im Prinzip ein 25. Modell zur Crossover-Familie dazukommt.

Die Mercedes GLC-Varietäten – egal ob klassisches SUV oder Coupé – sind noch sportlicher interpretiert.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Diesel mit 163, 194 oder 245 PS; Benziner mit 197, 258, 476 oder 510 PS; 9-Gang-Wandlerautomatik, Heckantrieb oder Allrad

Abmessungen L/B/H 4669, 4762/1890/1644, 1602 mm

Marktstart/Preis Juli, ab 49.910 Euro